Saudi Arabia Snooker Masters 2024: Judd Trump schlägt Shaun Murphy im Halbfinale - Endspiel gegen Mark Williams

Das Finale der ersten Saudi Arabia Snooker Masters steht: Judd Trump hat sich in der Runde der letzten vier in einem echten Klassiker mit 6:5 gegen Shaun Murphy durchgesetzt und seine Dominanz in der Snooker-Welt unterstrichen. Den unberechenbaren Waliser Mark Williams konnten auch massive Sehstörungen nicht stoppen: Er gewann souverän gegen Chinas Himmelsstürmer Si Jiahui mit 6:3.

Williams über Finaleinzug froh: "Ich bin ein alter Mann jetzt"

Quelle: Eurosport

500.000 Pfund, also 595.000 Euro werden am Samstag im allerersten Finale von Riad an den Sieger überreicht; der Verlierer nimmt immerhin 200.000 Pfund (238.000 Euro) mit nach Hause.
Williams geht nicht als Favorit in sein 42. Ranglisten-Finale, denn Trump zementierte in dieser Woche seinen Ruf unter Kollegen und Experten, zunehmend unschlagbar zu sein.
Auch Murphy warf in einem höchst dramatischen Halbfinale vergeblich seine gesamte Spielkunst und Energie in die Waagschale.
"Das kann einen krank machen", sagte der 42-Jährige nach dem Match gegen Trump, das alles enthielt, was Snooker ausmacht, inklusive einer Respotted Black in Frame sieben, die von Murphy gelocht wurde.
picture

Murphy patzt im Decider - Trump auf letzter Rille ins Finale

Quelle: Eurosport

Trump erleichtert nach Sieg gegen Murphy

"Ich hatte nie recht das Gefühl, dass die Bälle in meine Richtung laufen. Es war, als würde ich Wasser bergauf schaufeln. Ich bin viel, aber keiner, der aufgibt. Ich habe alles gegeben, aber mehr war einfach nicht drin. Judds Fähigkeiten beim Versenken sind schlicht unglaublich. Ich denke, er ist, was das gesamte Spektrum angeht, der beste Potter, den wir je erlebt haben."
Trump grinste nach dem Match, das er auf Pink im Decider gewann, wie das berühmte Honigkuchenpferd. Immerhin konnte er das Comeback von Murphy, der 0:3, 2:4 und 3:5 zurückgelegen hatte, um Haaresbreite verhindern.
"Ich hab ein paar Frames echt verschenkt. Wenn du deine Chancen nicht nutzt, wirst du oft bestraft. Es gab einen Punkt, an dem ich dachte: Jetzt dreht er das Ding. Aber ich hab den Kopf oben gehalten und mich über die Ziellinie gedrückt. Das war richtig hart. Ich hoffe, es hat keine Auswirkungen auf das Finale."
Si, der zuvor Ronnie O'Sullivan in überzeugender Manier mit 6:4 geschlagen hatte, wird weiter auf seinen ersten Ranking-Titel warten müssen.
picture

"Kaltblütiger" Williams macht Final-Einzug mit fairer Geste perfekt

Quelle: Eurosport

Williams übersteht Sis Blitzstart

Er legte gegen Williams gleich im ersten Frame eine 116 vor, aber dann übernahm der Waliser das Kommando und ging 4:1 in Führung, darunter Breaks von 60, 97 und 77 Punkten.
Beim Stand von 5:2 spielte Si eine 136, aber Williams konterte mit einem 80er-Break zum Endstand von 6:3.
Der Waliser hatte in dieser Woche geäußert, er habe sich nie vorstellen können, an seinem 50. Geburtstag noch in den Top 16 zu stehen. Jetzt sind es die Top Acht.
"Das Finale in Riad ist ein großer Erfolg für mich", sagte er nach dem 6:3 gegen Si Jiahui. "Ich bin jetzt ein alter Mann! Das bringt mich in alle Turniere bis einschließlich der Tour Championship."
Im Vordergrund standen für den 49-Jährigen allerdings eher gesundheitliche Probleme: "Meine Augen werden zunehmend schlechter. Bei langen Bällen sehe ich drei auf einmal. Mir wurde gesagt, ich solle mich auf die mittlere konzentrieren, und daran halte ich mich. Ich hab schon daran gedacht, mich operieren zu lassen, aber im Moment klappt es noch ganz gut mit der Einschätzung, also mache ich mir keine Sorgen." 
picture

Si gibt nicht auf: Total Clearance im Halbfinale

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung