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Scottish Open: O'Sullivan kämpft sich ins Halbfinale - Trump raus
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Publiziert 12/12/2020 um 00:30 GMT+1 Uhr
Mit Jamie Jones und Li Hang haben zwei Außenseiter das Halbfinale bei den Scottish Open erreicht. Li trifft auf Ronnie O’Sullivan, Jones auf Mark Selby. Gleich drei der vier Viertelfinals gingen dabei über die volle Distanz. Selby setzte sich in einer mitreißenden Partie 5:4 gegen Ricky Walden durch. Li schlug Judd Trump und O’Sullivan Ding Junhui. Jones gewann gegen Kyren Wilson ungefährdet 5:1.
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Mark Selby und Ricky Walden lieferten sich eine mitreißende Viertelfinal-Partie. Einzig im ersten Frame, den Walden gewann, hatten beide noch Anlaufschwierigkeiten. Dann jedoch drehte der Titelverteidiger auf und übernahm dank Breaks von 81 und 68 Punkten mit 2:1 die Führung.
Im vierten Durchgang stand Walden kurz vor dem Ausgleich, bis er die letzte Rote vor der Ecktasche liegen ließ. Selby räumte den Tisch ab und gewann schließlich auf Schwarz.
Nach dem Interval verkürzte Walden jedoch sofort dank einer 69. Selby schlug zwar mit einer 135 zurück, aber als er im siebten Frame eine Rote auf die Ecke verschoss, rückte ihm Walden mit einer 117 wieder auf den Pelz und erzwang dann dank einer 74 sogar den Entscheidungsframe.
Im Decider spielte Walden aber nur zwei Bälle: Beim Anstoß ließ er eine lange Rote liegen und verschoss später noch einmal auf die Mitte. Mit Breaks von 58 und 29 Punkten erreichte Selby sein schon viertes Halbfinale in dieser Saison.
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Foul entscheidet knappes Duell: O'Sullivan schlägt Ding
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O'Sullivan: "Bin froh, dass es vorbei ist"
Kyren Wilson erwischte gegen Jamie Jones einen schwarzen Tag. Der Warrior schaffte nur ein Break von 50 Punkten. "Kyren hat Bälle verschossen, die ein Spitzenspieler wie er normalerweise nicht verschießt. Dadurch konnte ich ihn unter Druck setzen", analysierte Jones nach dem Sieg.
Der Einzug in die Vorschlussrunde ist für den Waliser, der erst im August auf die Maintour zurückgekehrt war, ein unerwarteter Erfolg.
"Ich bin nur froh, dass es vorbei ist", stöhnte Ronnie O’Sullivan nach seinem Sieg über Ding Junhui. Erneut haderte der Weltmeister mit seiner neuen Pommeranze, die zu weich gewesen sei. Für die Vorschlussrunde lässt er sich wieder ein neues Leder aufkleben, bereits das vierte in dieser Woche.
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"Das gibt's ja nicht!" Trump profitiert von Monster-Fluke
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Trump unterliegt im Decider
Tolle Bälle und haarsträubende Fehler wechselten sich bei O’Sullivan ab. Aber er machte die wichtigen Punkte. Ding Junhui bestrafte zwar zweimal einen schlechten Anstoß von O’Sullivan mit Centuries von 135 und 114 Punkten, nutzte aber ansonsten seine Chancen nicht gut genug. Schon zum Interval hätte er mit 3:1 führen können. Stattdessen lag er mit 1:3 hinten. Davon erholte er sich nicht mehr.
Judd Trump musste den Anstrengungen der letzten Wochen sichtlich Tribut zollen. Zudem kam er mit der langsamen Spielweise von Li Hang nicht zurecht. Nach dem 2:2 lief Trump ständig einem Rückstand hinterher.
Im Decider wollte er dann eine frühe Entscheidung erzwingen und öffnete sehr früh den kompletten Tisch. Zwar fiel dabei eine Rote, aber er verschoss Schwarz. Li legte eine 49 vor und verteidigte den Vorsprung dann knallhart bis ins Ziel.
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Foul oder nicht? Schiedsrichter-Eingriff bringt O'Sullivan auf die Palme
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