Scottish Open: O’Sullivan zieht dank furioser Aufholdjagd ins Finale ein

Ronnie O’Sullivan hat im Halbfinale der Scottish Open gegen Li Hang fünf Frames in Folge gewonnen und aus einem 1:4 ein 6:4 gemacht. Nun trifft er im Endspiel am Sonntag auf Mark Selby, der bei seinem 6:1 in der Vorschlussrunde über Jamie Jones überragend spielte. Drei Centuries und ein weiteres Break von 93 spielte Selby und hat nun die Chance, seinen Titel bei den Scottish Open zu verteidigen.

Ronnie O'Sullivan zieht ins Finale der Scottish Open ein

Fotocredit: Eurosport

Bei Li Hang überwog am Ende der Frust. Gleich zwei Mal donnerte er aus einem Snooker den Spielball mit Tempo in die Roten, und beide Male blieb für Ronnie O’Sullivan eine Chance liegen. Dabei hatte Li über weite Strecken brillant gespielt. Seine 4:1-Führung war verdient. Fünf Breaks von mehr als 50 Punkten hatte er bis dahin gespielt.
O’Sullivan, der seine vierte Pommeranze in dieser Woche auf dem Queue hatte, hatte zwischenzeitlich mit einer 123 auf 1:2 verkürzt, als Li eine riskante und schwere Rote verschossen hatte.
Den ersten Knacks bekam Li Hang im sechsten Frame, als er nach 49 Punkten beim Splitversuch Pech hatte. Die anschließende Safety war nicht gut. Die Quittung war eine 84 des Weltmeisters zum 2:4. Im nächsten Frame war es wieder Li, der als erster in ein Break kam, aber O’Sullivan verkürzte mit einer 87 weiter. Im achten Durchgang hatte Li eine 44 vorgelegt, als er wieder beim Split Pech hatte: Eine Rote fiel in die Mitteltasche.
Das Missgeschick von Li Hang im neunten Frame kostete ihn dann endgültig das Match: Er wollte O’Sullivan hinter Gelb snookern, aber der Spielball war zu kurz und erreichte Gelb nicht. Nach "hit and hope" aus dem selbst gebauten Snooker machte O’Sullivan eine 93. Anschließend herrschte bei Li nur noch Frust und er hatte keine Chance mehr.
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Pech für Hang Li bei Führung im Halbfinale gegen O'Sullivan

Quelle: Eurosport

Selby überragt mit drei Centuries

Mark Selby brauchte erneut etwas Zeit, um ins Spiel zu finden, und überließ Jamie Jones im ersten Frame noch Chancen. Doch der Tour-Rückkehrer aus Wales begann nervös und ein Kleiderfoul verunsicherte ihn zusätzlich.
So holte Selby doch klar das 1:0 und setzte dann zu einem Sturmlauf an: Mit 123, 128 und 101 Punkten spielte er drei Centuries in Folge. Im fünften Frame brauchte er dann zwar zwei Anläufe, aber auch da blieb Jones ohne Punkt.
Im sechsten Frame startete Selby mit fünf Roten und fünf Schwarzen, doch dann misslang ihm der Split. Jones zeigte nun die Art von Snooker, die ihn ins Halbfinale gebracht hatte. Mit einer Clearance von 99 Punkten holte er seinen Ehrenframe.
Aber dann übernahm Selby wieder den Tisch und beendete sein 50. Halbfinale mit einer 93 zum klaren Sieg in einem einseitigen Match.
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"Da muss er selbst grinsen": O'Sullivan mit zwei "Zitterpartien"

Quelle: Eurosport

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