Das Malheur passierte im fünften Frame: Neil Robertson wollte einen starken Zugball auf Gelb spielen und rutschte in diesem Moment vom Spielball ab. Dabei brach ein Stück aus der Pomeranze heraus. Er verließ sofort die Arena für eine Reparaturpause, entschied sich dann aber doch, das Match mit der beschädigten Lederspitze fortsetzte.
Trotzdem hielt der Australier in der ersten Session mit. Vier Mal war Ronnie O’Sullivan in Führung gegangen, aber vier Mal schaffte Neil Robertson den umgehenden Ausgleich und übernahm am Ende der ersten Session mit 5:4 erstmals sogar die Führung. Drei Centuries spielte Robertson in dieser Phase, eines davon auch mit der schon beschädigten Pomeranze. Auch den fünften Frame, in dem es zu diesem Zwischenfall gekommen war, hatte er noch gewonnen.

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In der zweiten Session fiel dann aber relativ früh die Vorentscheidung zugunsten des Titelverteidigers. Ronnie O’Sullivan hatte im zehnten Frame ein Break vorgelegt, doch Neil Robertson war auf bestem Weg, den Frame doch noch zu holen. Doch dann kiekste er erneut; die beschädigte Stelle an der Pomeranze war da wohl entscheidend. Im elften Frame wurde es dann noch bitterer für Robertson: O’Sullivan machte eine 56, bevor er Blau verschoss. Doch Robertson verstellte sich auf Schwarz und verschoss prompt den entscheidenden Ball. Der Titelverteidiger hatte keine Mühe, sich mit 6:5 die Führung zurückzuholen.
Danach war Neil Robertson komplett verunsichert und nur noch ein Schatten seiner selbst. Ronnie O’Sullivan nutzte das, um mit Top-Breaks von 87 und 102 Punkten auf 9:5 davonzuziehen. Das zwischenzeitliche 6:9 durch Robertson war nur noch ein Strohfeuer. O’Sullivan hatte da die Konzentration etwas absinken lassen, war im nächsten Frame aber wieder voll da. Mit einer 134 beendete er das Match.
Ronnie O’Sullivan spielt nun am Sonntag gegen Shaun Murphy um den Titel und die Siegprämie in Höhe von 200.000,- Pfund (etwa 225.000,- Euro). Murphy hatte sein Halbfinale schon am Freitag gewonnen. Im Finale wird bis elf Frames (best of 21) gespielt.

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