Ronnie O’Sullivan war gegen Kyren Wilson zunächst die fehlende Wettkampfpraxis anzumerken. Wilson setzte ihn mit exzellenten Safeties und gutem Lochspiel unter Druck. Eine solche Situation hatte O’Sullivan seit Monaten nicht mehr erlebt. So reagierte er verunsichert und baute viele Fehler ein. Wilson ging mit einem Top-Break von 131 mit 5:1 in Führung und war bis dahin der klar bessere Spieler. Doch mangelnde Spielballkontrolle hatte dem "Warrior" zuvor schon Probleme bereitet, und die wurden kurz vor der Ziellinie immer größer. Mit einer 107 leitete O’Sullivan die Wende ein.

Mega-Comeback von O'Sullivan bei Shanghai Masters

Trotzdem hatte Wilson in den folgenden Frames genügend Chancen, den Sieg perfekt zu machen, doch der Schritt über die Ziellinie gelang ihm nie. O’Sullivan wurde dadurch immer stärker und schaffte dank Breaks von 51 Punkten (auf einen Fluke), 124, 69 und 60 Punkten doch noch die Wende. Für den Titelverteidiger war dies der zwölfte Sieg in Folge beim Shanghai Masters seit 2017.
Shanghai Masters
Gala in den ersten vier Frames: Neil Robertson schaltet Ding Junhui aus
11/09/2019 AM 15:23
Neil Robertson begann auch gegen Barry Hawkins mit einer Gala. Unter anderem mit Breaks von 115, 73 und 68 Punkten ging er mit 4:0 in Führung. Nach der Pause holte Hawkins dank einer 99 seinen ersten Frame, doch auf Pink stellte der Australier den alten Abstand wieder her. Im siebten Frame wehrte sich Hawkins noch einmal mit einer 114 und spielte im nächsten Durchgang auch eine 57. Mit einer Clearance von 40 Punkten holte Robertson aber den achten Frame noch auf Schwarz.

Allen überrascht gegen Trump, Murphy siegt klar gegen Lisowski

Nach 13 Siegen in Folge riss die Sieges-Serie von Judd Trump: Gegen Mark Allen geriet der Weltmeister von Beginn an unter Druck. Drei Chancen hatte er im ersten Durchgang, doch als er eine Rote auf die Mitte verschoss nutzte Allen dies zu einer Clearance von 63 Punkten bis Pink zum 1:0. Anschließend baute der Nordire seine Führung auf 3:0 aus. Überraschende Lochfehler und ungenaue Safeties zeigten, wie verunsichert Trump plötzlich war. Als Allen jedoch im vierten Frame eine leichte Rote verschoss nutzte Trump dies zu einer 109 zum 1:3. Doch Besserung war nicht in Sicht. Nach dem Interval machte Allen mit Breaks von 55, 73 und 69 Punkten den vor allem in der Höhe überraschenden Sieg perfekt.
Shaun Murphy erreichte das Halbfinale in Shanghai durch ein 6:1 über Jack Lisowski. Das Match war aber nicht so einseitig, wie das Ergebnis es vermuten lässt: Viele Frames waren durchaus umkämpft. Nachdem Murphy den sechsten Frame auf Schwarz gewonnen hatte beendete er die Partie mit einer 107. Lisowski hatte seine Chancen nicht konsequent genug genutzt.

"Was für ein Fluke!" Trump kann sein Glück selbst kaum fassen

Shanghai Masters
Gut für Snooker: Knoten bei Murphy wieder geplatzt
30/09/2019 AM 12:05
Shanghai Masters
Drittes Finale in Folge: Shaun Murphy im Endspiel gegen Mark Williams
28/09/2019 AM 16:01