Snooker-WM 2020: 15 Jahre alter Ben Mertens schlägt Cahill

Im Vorjahr war er die Sensation der WM, nun scheiterte er in der ersten Runde: James Cahill verlor sein Auftaktmatch bei der WM-Qualifikation in Sheffield gegen Ben Mertens mit 2:6. Dabei hatte sich Cahill im Vorjahr als bisher einziger Amateur für die WM-Endrunde qualifiziert und im Crucible auch noch Ronnie O’Sullivan geschlagen. Mertens gilt mit 15 Jahren als jüngster Sieger eines WM-Matches.

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Der Sieg von Ben Mertens ging durchaus in Ordnung. Dabei hatte James Cahill nach anfänglicher Nervosität den besseren Start erwischt und war dank einer 82 mit 1:0 in Führung gegangen. Ein Fehler im nächsten Durchgang verunsicherte den Engländer jedoch und führte zu Fehlern, sodass Mertens immer besser ins Spiel fand. Der Belgier gewann so die nächsten fünf Frames. Nach einer 90 zum 2:5 schöpfte Cahill zwar noch einmal Hoffnung, aber Mertens behielt die Nerven.
Simon Lichtenberg kann nach seinem 6:2 über den erfahrenen Adam Duffy weiterhin auf den Tourverbleib hoffen. Dazu müsste der Berliner aber auch die nächsten drei Matches bei der Qualifikation gewinnen. Bis zum Interval war Lichtenberg mit 3:1 in Führung gegangen. Duffy verkürzte dann zwar auf 2:4, aber dank einer 71 fand der Deutsche in die Erfolgsspur zurück. Den siebten Frame gewann er auf die Farben und den achten Durchgang holte er dann gar zu Null.
Florian Nüßle dagegen verpasste knapp den größten Sieg seiner Karriere. Der 18-jährige österreichische Staatsmeister aus der Steiermark führte gegen Hammad Miah schon mit 5:3, musste sich am Ende aber doch mit 5:6 geschlagen geben. Den entscheidenden elften Frame holte Miah mit einer 104. Damit wahrte der Engländer ähnlich wie Lichtenberg seine Chance auf den Tourverbleib.

Green macht kurzen Prozess - Pinches mit Century

Iulian Boiko machte Thor Chuan Leong das Leben ziemlich schwer. Der Routinier aus Malaysia setzte sich aber dennoch gegen den 14-Jährigen aus der Ukraine mit 6:3 durch. Bis zum 3:3 hielt Boiko, der jüngste WM-Teilnehmer aller Zeiten, noch mit. Eine Vorentscheidung fiel erst, als Thor Chuan Leong nach dem 4:3 dann dank einer schönen 83 auf 5:3 davonzog. Mit einer 69 beendete er dann die Partie. Boikos größte Stärke, seine Aggressivität, kam nicht wie üblich zum Tragen, weil er sich dafür zu viele Lochfehler erlaubte.
Kurzen Prozess machte Gerard Greene mit Brian Ochoiski. Der Nordire schlug den 21-jährigen Franzosen mit 6:1. Zwar schaffte Ochoiski im sechsten Frame mit einer 86 das höchste Break im Match, aber Greene legte im nächsten Durchgang mit einer 50 die Grundlage zum Sieg. Peter Lines hatte zwar den ersten Frame gegen Connor Benzey auf Schwarz verloren, holte dann aber sechs Durchgänge in Folge. Barry Pinches fertigte den schottischen Youngster Dean Young gar mit 6:0 ab; mit einer 111 sorgte Pinches dabei auch für ein Century.
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