Am Ende ging es schnell: Nur zehn Minuten brauchte Ronnie O’Sullivan am Sonntagabend, um seinen 18:8-Sieg über Kyren Wilson im WM-Finale perfekt zu machen. Mit seinem sechsten WM-Titel steht er damit gleichauf mit seinen Vorbildern Ray Reardon und Steve Davis. Es war gleichzeitig sein 37. Ranking-Titel und sein 20. Triple-Crown-Sieg; in beiden Kategorien liegt er jetzt vor Stephen Hendry.

"Ich habe nie über Titel nachgedacht. Ich wollte hier Spaß haben. Es ist schön, wenn man seinen Traum leben kann", sagte O'Sullivan und betonte: "Jeder WM-Titel ist etwas Besonderes."

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"Er verschwendet keine Zeit!" O'Sullivan krönt sich im Eiltempo zum Weltmeister

O'Sullivan dominiert WM-Finale gegen Wilson

Die Entscheidung war schon am Nachmittag in der dritten Session gefallen, als O’Sullivan von 10:7 auf 17:8 davongezogen war. Dabei war Wilson stark in diese Session gestartet: Er lochte zwei brillante lange Rote und machte ein Break von 73 Punkten zum 8:10. Die nächsten beiden Frames aber brachten die Wende: In beiden Durchgängen hatte Wilson die Chance, den Frame von hinten noch zu gewinnen. Doch in beiden Frames führten Stellungsfehler des 28-Jährigen zu Lochfehlern.

O’Sullivan spürte die Schwäche seines Gegners, und nun konnte er sich auch wieder auf seine Technik verlassen. All die Fehler vom Tag zuvor waren vergessen. Seine langen Bälle fielen, die Spielballkontrolle war perfekt. Eine Serie höherer Breaks war das Ergebnis: 53, 61, 57, 60, 71 und 72 Punkte. Wilson hatte dem nichts entgegenzusetzen.

Der Abend war dann nur noch eine Krönungsfeier für den neuen Weltmeister. Gerade einmal zehn Minuten dauerte der 26. Frame. Mit einer schnellen 96 machte The Rocket den Triumph perfekt; das Break selber dauerte nur sechs Minuten. Durch den Erfolg rückt O’Sullivan wieder auf den zweiten Platz in der Weltrangliste vor. Wilson klettert auf Rang sechs, seine höchste Platzierung bisher. O’Sullivans Sieg wird mit einer halben Million Pfund Preisgeld versilbert. Wilson bekommt für die Finalteilnahme 200.000 Pfund.

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