WM-Qualifikation - Hendry und White enttäuscht über eigene Leistungen: "Gestottere und Getaumele"

Stephen Hendry und Jimmy White haben nach ihrem Duell in der ersten Runde der WM-Qualifikation ein ernüchterndes Fazit bezüglich ihres Spielniveaus gezogen. "Es war ein schlechtes Spiel. Ich habe den Fokus verloren", sagte White. Für Hendry war es "ein Gestottere und Getaumele". Nach knapp viereinhalb Stunden setzte sich der Schotte mit 6:3 durch und zog in die nächste Runde ein.

Jimmy White und Stephen Hendry

Fotocredit: Getty Images

Besonders White fand über die gesamte Matchdauer nie zu seinem Spiel und machte immer wieder einfache Fehler. "Ich denke, ich habe mich verausgabt und habe es mit dem Training übertrieben. Ich habe mich sehr schwergetan. Im Nachhinein betrachtet hätte ich weniger trainieren und mich mehr ausruhen sollen", analysierte der "Wirbelwind" seine Niederlage.
Doch auch Hendry war trotz seines ersten Sieges auf der Main Tour seit 2012 nicht zufrieden: "Ich bin nicht glücklich über die Art und Weise, wie wir beide gespielt haben. Ich hatte gehofft, dass wir beide gut spielen würden und es ein tolles Match werden würde. Doch es gab eine Menge Anspannung und Jimmy sah ganz schön angeschlagen aus."
Der siebenmalige Weltmeister blickte auf die vier WM-Endspiele der beiden Kontrahenten zurück und verglich die Leistungen. "Damals haben wir beide ganz natürlich und flüssig gespielt. Jetzt war es ein Gestottere und Getaumele", meinte der 52-Jährige.
Nur im sechsten Frame, als er bereits mit 0:62 hinten lag, ließ Hendry seine alte Klasse einmal aufblitzen und holte sich mit einer tollen 66er-Clearance noch den Durchgang. "Da hab ich meinen Rhythmus gefunden. Da hat es Klick gemacht. Irgendetwas schaltete sich in mir ein, dieser Instinkt, einen Frame zu gewinnen", sagte der "King of the Crucible".
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'That is the Hendry we remember well!' - Stunning clearance after big White miss

Quelle: Eurosport

White lässt Zukunft offen

Viele Fans dürften sich allerdings trotz des unterdurchschnittlichen Niveaus für einen Abend zurück an die glorreichen Zeiten erinnert gefühlt haben, als Hendry und White die Snooker-Welt dominierten. "Auch wenn das Niveau sehr schwach war, habe ich es genossen, meine Kindheitshelden und Freunde mal wieder gegeneinander spielen zu sehen", schrieb etwa der dreimalige Weltmeister Mark Williams auf Twitter.
Während Hendry in der zweiten Runde im English Institute of Sport auf den Chinesen Xu Si trifft (am Mittwoch ab 20:30 Uhr live im Eurosport Player und bei Eurosport mit JOYN Plus) und damit die Chance auf einen Einzug in die WM-Endrunde im Crucible Theatre am Leben erhielt, muss White nun um seinen Verbleib auf der Main Tour fürchten.
Durch das frühe WM-Aus verliert der 58-jährige Engländer zunächst seinen Platz. White muss nun hoffen, dass World-Snooker-Tour-Boss Barry Hearn ihm eine Invitational-Tourkarte überlässt, ansonsten müsste er sich in der Q-School seinen Platz zurückerkämpfen.
"Ich warte jetzt die anderen Ergebnisse ab, bevor ich eine Entscheidung über meine Zukunft treffe. Nach dieser furchtbaren Leistung muss ich erst einmal wieder an den Trainingstisch zurück und dann auch herausfinden, warum ich so schlecht gespielt habe", so der sechsmalige Vizeweltmeister.
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'What about that!' - White stays in Hendry clash with fine fluke on the yellow

Quelle: Eurosport

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