O'Sullivan, Higgins und Williams haben viele Gemeinsamkeiten. Alle drei Snooker-Superstars sind Jahrgang 1975 und wurden 1992 Profis. Zudem gewannen sie ihren jeweils ersten WM-Titel zwischen 1998 und 2001 und sind Triple-Crown-Champions.
"Wir sind zusammen aufgewachsen, wir respektieren das Spiel des jeweils anderen und kennen seine Fähigkeiten. Ich denke einfach, dass wir uns gegenseitig befruchten und voneinander inspiriert werden", meinte O'Sullivan.
Dabei unterscheiden sich allerdings die Spielstile zwischen Williams und Higgins. "Mark spielt mit einer enormen Freiheit. Er ähnelt mir von seiner Spielweise, während Higgins mehr im Stil von Steve Davis agiert. Er ist sehr roboterhaft, schwer zu spielen und kann dich in die Enge treiben", so O'Sullivan.
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Am grünen Tisch spielt der 45-jährige Engländer lieber gegen den Waliser Williams als gegen den Schotten Higgins: "Es ist seltsam, denn John spielt gut gegen mich, ich spiele gut gegen Williams, aber er spielt gut gegen John."
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Snooker-WM: Higgins und Williams duellieren sich zum fünften Mal im Crucible

Im kommenden Jahr feiern die drei Superstars dann also gemeinsam ihr 30-jähriges Jubiläum auf der Profitour. "Es ist erstaunlich, immer noch im Wettbewerb dabei zu sein. Ich denke einfach, dass wir in den 1990er-Jahren in einer Ära gespielt haben, in der Snooker so populär war. Damals gab es keine Handys, man konnte sich fokussieren und konzentrieren. Und man war von wirklich fantastischen Spielern umgeben", sagte O'Sullivan.
Für "The Rocket" sind seine beiden größten Rivalen einzigartig: "Ich glaube nicht, dass man dieses Niveau an Spielern noch einmal sehen wird. Du wirst vielleicht eine gute Auswahl von starken Spielen haben und auch in der Breite sind sie heutzutage gut dabei, aber ich bezweifle, dass wir wieder einen John Higgins oder Mark Williams sehen werden."
Higgins und Williams treffen bei der WM 2021 zum insgesamt 39 Mal - und zum fünften Mal in Sheffield - in ihrer Profikarriere aufeinander. Der Schotte liegt im direkten Vergleich mit 20:18 vorne. Allerdings hat der Waliser im Crucible bislang drei von vier Matches für sich entschieden.
Beim letzten Duell holte sich Williams im Jahr 2018 im Finale mit 18:16 seinen dritten WM-Titel. Higgins ist bereits viermal Weltmeister geworden, O'Sullivan steht bei sechs Erfolgen.

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