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Snooker-WM: Ronnie O'Sullivan mit Problemen, andere haben Rückenwind - Kalb-Blog zur Weltmeisterschaft
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Publiziert 07/04/2023 um 14:17 GMT+2 Uhr
Kann Ronnie O'Sullivan die Snooker-WM zum achten Mal gewinnen und damit in diesem Jahr zum alleinigen Rekord-Champion in den modernen Zeiten werden? Natürlich kann er, meint Eurosport-Kommentator Rolf Kalb in seinem aktuellen Blog. Auch wenn es einige Fragezeichen gibt: "The Rocket" hat alles, was man für den Titel braucht. Aber es gibt auch einige andere heiße Kandidaten.
Auf der Suche nach Perfektion: Ronnie O'Sullivan
Fotocredit: Getty Images
Mangelndes Selbstbewusstsein dürfte nicht das Problem von Ronnie O'Sullivan sein, mangelnde Spielpraxis aber schon eher. Warum er aber trotzdem wieder Weltmeister werden kann habe ich in diesem Interview geschildert. Das alles gilt natürlich nur, wenn er bis dahin seine Ellbogen-Verletzung auskuriert hat.
Für O'Sullivan wird es entscheidend sein, wie er ins Turnier findet. Wegweisend dürfte spätestens sein Achtelfinale werden, wo er auf Ding Junhui treffen könnte. Der chinesische Superstar hat gegen den Titanen des Snooker zwar eine rabenschwarze Bilanz, aber er hat O'Sullivan zuletzt zweimal geschlagen.
Besonders beeindruckend war das Dings 6:0 bei der UK Championship.
Ding Junhui steht in diesem Jahr im Crucible Theatre nicht so stark unter Druck wie oftmals in den Vorjahren. Damit, dass er bei der WM zu den gesetzten Spielern gehört, hat er sein großes Saisonziel schon erreicht.
Er hat gute Chancen, am Saisonende die Rückkehr in die Top 16 der Rangliste geschafft zu haben. Alles, was in Sheffield noch dazu kommt, ist ein Bonus. Erreicht er das Viertelfinale, dann traue ich ihm sogar noch mehr zu.
Snooker-WM: Murphy und Selby im Blickpunkt
In den Blickpunkt gerückt sind natürlich vor allem auch Shaun Murphy und Mark Selby. Die beiden gehen mit viel Rückenwind in die WM, haben beide zuletzt viel Selbstbewusstsein tanken können. Und beide sind natürlich wie gemacht für das besondere Format der Weltmeisterschaft mit den langen Distanzen. Die werden gefährlich sein.
Mark Allen war zwar der überragende Spieler in der ersten Saisonhälfte. In der Saison-Rangliste (Einjahres-Ranking) führt er mit großem Abstand. Aber seine WM-Chancen sehe ich skeptisch. Vielleicht hat er seine Top-Form zu früh gefunden. Seine Ergebnisse in den letzten Wochen sind ein Beleg dafür.
Was für ihn spricht: Er kann mittlerweile auch mit seinem Matchplay und seinem B-Spiel Siege einfahren. Über die lange Strecke der WM ist das ein unschätzbarer Vorteil.
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WM-Quali: "Falscher" O'Sullivan glänzt mit 140er Clearance
Quelle: Eurosport
Snooker-WM: Fragezeichen hinter Trump
Normalerweise gehören ja auch Judd Trump und Neil Robertson immer zu den "üblichen Verdächtigen". Um die beiden mache ich mir aber im Moment Sorgen. Trump hat zwar das Masters gewonnen, aber bei Ranglisten-Turnieren fehlte der Erfolg. Trump ist ein Spieler, der an die eigene Stärke glauben muss. Das dürfte ihm im Moment nicht leicht fallen.
Neil Robertson hat natürlich in einigen Situationen in dieser Saison auch Pech gehabt, zum Beispiel mit heftigen Erkältungen zur Unzeit. Trotzdem: Ihm droht die erste Saison ohne bedeutenden Titel seit der Saison 2007/08. Das World Mixed Double zählt ja nicht unbedingt zur obersten Kategorie.
Aber wer weiß: In den letzten Jahren ging er immer als einer der großen Favoriten in die WM, und es wurde nichts daraus. Vielleicht hilft ihm sogar, dass die Erwartungen, auch seine eigenen, nun nicht so groß sind.
Natürlich machen sich auch andere Spieler Hoffnungen. Leute wie Mark Williams oder John Higgins darf man nie abschreiben. Auch ein Ali Carter, ein Kyren Wilson oder ein Jack Lisowski werden auf den Titel schielen. Hinzu kommt: Eine Weltmeisterschaft entwickelt immer eine eigene Dynamik. Und die ist nicht vorauszusehen. Es bleibt also spannend.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Quelle: Eurosport
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