Snooker-WM: Kyren Wilson krönt sich im Finale gegen Jak Jones erstmals zum Weltmeister - "Warrior" am Ziel der Träume

Kyren Wilson hat sich erstmals in seiner Karriere im Crucible zum Snooker-Weltmeister gekrönt. Der 32-jährige Engländer besiegte den Waliser Jak Jones im Finale 18:14. Für den "Warrior" ist es nicht nur der erste WM-Triumph, sondern auch der erste Titel überhaupt bei einem Triple-Crown-Event. 2020 hatte er schon einmal im WM-Finale gestanden, musste sich aber Ronnie O'Sullivan geschlagen geben.

Tränen in den Augen, die Söhne im Arm: Wilson von Emotionen übermannt

Quelle: Eurosport

Am Ende profitierte Wilson von einer überragenden ersten Session am Sonntagnachmittag, in der er auf 7:1 davongestürmt war. Danach gestaltete sich ein ausgeglichenes Finale, in dem das Momentum immer wieder zwischen den beiden Kontrahenten wechselte.
Der ungesetzte Qualifikant Jones, der auf dem Weg ins Endspiel unter anderem den Weltranglistenzweiten Judd Trump ausgeschaltet hatte, sollte jedoch nicht mehr näher als auf drei Frames herankommen.
Wilson ging mit einer 15:10-Führung in die entscheidende Session am Montagabend und baute diese schnell aus. Im 28. Frame lochte er eine Re-Spotted Black zum 17:11. Die Vorentscheidung.
Jones drehte mit dem Rücken zur Wand zwar noch einmal auf und sicherte sich drei Frames in Folge. Der Turnaround gelang ihm jedoch nicht mehr. Im 32. Frame sicherte sich Wilson mit einer 71 den Sieg, ehe die Tränen aus ihm herausbrachen.
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Das Crucible bebt: Wilson reckt WM-Pokal in die Höhe

Quelle: Eurosport

Wilson: Meine Familie hat alles aufgegeben

"Es bedeutet mir einfach so viel - uns allen. Meine Mutter und mein Vater haben eine Hypothek aufgenommen und ihr ganzes Leben geopfert, um mich hierher zu bringen. Mein Bruder und meine Frau auch. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen, es ist eine riesige Teamleistung", sagte Wilson im Siegerinterview.
Zuvor hatte er minutenlang seinen beiden Söhne Bailey und Finley, seiner Frau Sofie und seinem Bruder Taylor in den Armen gelegen, ehe er den Silberpokal küsste. Wilson erhält für den WM-Titel ein Preisgeld in Höhe von 500.000 Pfund (rund 583.000 Euro).
"Ich versuche so sehr, eine Inspiration für die jüngere Generation zu sein", so Wilson: "Danke an die Zuschauer, dass sie diesen Moment unvergesslich gemacht haben. Das durfte ich beim Finale während Covid nicht erleben. Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen."
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Das Crucible bebt: Wilson reckt WM-Pokal in die Höhe

Quelle: Eurosport

Top-Ten-Spieler scheiden bei WM früh aus

Bei der diesjährigen WM waren alle Top-Ten-Spieler bereits vor dem Halbfinale ausgeschieden. Den belgischen Titelverteidiger Luca Brecel hatte es in der ersten Runde erwischt, O'Sullivan musste seinen Traum vom achten WM-Titel im Viertelfinale begraben.
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Hochspannung: Wilson locht Re-Spotted Black und sichert sich Matchball

Quelle: Eurosport

Jones hatte es in 47 Jahren im altehrwürdigen Crucible Theatre als erst neunter Qualifikant ins Finale geschafft, nur sein walisischer Landsmann Terry Griffiths (1979) und der Engländer Shaun Murphy im Jahr 2005 krönten sich schließlich auch zum Weltmeister.
(mit SID)
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Ikonische Verabschiedung: Ein letztes Mal "Ihr/Euer Rolf Kalb"

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