Snooker-Weltmeisterschaft: Neil Robertson zum ersten Mal seit 20 Jahren nicht dabei - Australier verpasst Qualifikation
Neil Robertson hat zum ersten Mal seit 2004 den Sprung in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft in Sheffield verpasst. Der Weltmeister von 2010 unterlag dem Waliser Jamie Jones in der entscheidenden Qualifikationsrunde 9:10. Neben Jones sicherten sich Si Jiahui, Hossein Vafaei, Jackson Page, Ryan Day, David Gilbert, Pang Junxu und Joe O’Connor die letzten verbliebenen WM-Plätze.
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Quelle: Eurosport
Noch vor zwei Jahren gehörte der Australier Neil Robertson zu den besten Snooker-Spielern der Welt, nun hat er zum ersten Mal seit 20 Jahren den Sprung ins Hauptfeld der WM verpasst.
"Das tut weh", schrieb der 42-Jährige im Anschluss an seine Niederlage auf "X". Robertson hatte bereits mit 8:5 geführt, gab das Match gegen einen immer stärker werdenden Jones aber noch aus der Hand. Die Entscheidung fiel im Decider, in dem Jones mit einem 60er Break die Oberhand behielt.
"Hut ab vor Jamie, der nach dem 8:5 brilliant gespielt hat. Ich hatte kaum noch eine Chance", so Robertson, der sich im Hinblick auf die Zukunft kämpferisch gab: "Es war alles in allem eine schwierige Saison und ich brauche eine Auszeit. Ich werde nächste Saison viel stärker zurückkommen, das garantiere ich."
Jones wird zum insgesamt sechsten Mal im Crucible dabei sein. Bei seinem Debüt 2012 hatte er das Viertelfinale erreicht.
"Solche langen Matches liegen mir. Es ist meine Art, niemals aufzugeben", sagte der 36-Jährige: "Bei 5:8 aus meiner Sicht bin ich in den Trainingsraum gegangen und habe mir gedacht: 'Wenn ich jetzt da raus gehe und ihn schnell erwische, habe ich noch eine Chance.'" Und so kam es auch.
Jones: "Einer meiner besten Siege überhaupt"
"Es war so ein schwieriges Match und einer meiner besten Siege überhaupt. Vor allem, weil ich in unseren vorherigen Matches nicht den Hauch einer Chance gegen Neil hatte", so Jones.
Neben Jones sicherte sich auch Hossein Vafaei einen der verbliebenen acht Plätze für die Hauptrunde, die am Mittwochabend noch ausgespielt wurden. Der Iraner drehte gegen Jiang Jun nach einem 0:3-Rückstand auf und siegte am Ende 10:5.
Das letzte Ticket für das Crucible löste Joe O’Connor, der Matthew Selt in einem wahren Marathon-Match 10:8 bezwang. Alleine der spielentscheidende Frame dauert eine Stunde und 50 Minuten.
ALLE ERGEBNISSE VOM Mittwoch:
- Jamie Jones - Neil Robertson 10:9
- Joe O'Connor - Matthew Selt 10:8
- Ryan Day - Scott Donaldson 10:9
- Pang Junxu - Cao Yupeng 10:8
- Jackson Page - Noppon Saengkham 10:9
- David Gilbert - Xiao Guodong 10:6
- Si Jiahui - Wu Yize 10:4
- Hossein Vafaei - Jiang Jun 10:5
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