Snooker-WM: Robertson führt nach Marathon-Session im Viertelfinale gegen Higgins - Unentschieden bei Zhao gegen Murphy
Update 29/04/2026 um 00:45 GMT+2 Uhr
Neil Robertson liegt nach der ersten Session im Viertelfinale der Snooker-WM gegen John Higgins mit 5:3 in Führung. In einer zähen Partie – der erste Durchgang dauerte mehr als vier Stunden – präsentierte sich der Australier in den entscheidenden Momenten etwas konstanter. Shaun Murphy und Weltmeister Zhao Xintong gehen derweil mit einem 8:8 in die entscheidende Session am Mittwoch.
Super-Kombination im Crucible: Robertson mit starkem Pot
Quelle: Eurosport
Nach dem Comeback im Decider-Krimi gegen Ronnie O'Sullivan startete John Higgins gut sein 20. Viertelfinale - nur "The Rocket" persönlich hat mehr. Mit einem 61er-Break schnappte sich der Schotte die 1:0-Führung, ehe Neil Robertson den ersten von vielen knappen Frames für sich entschied.
Der Australier konterte eine 54 seines Gegners mit einem 77er-Break und sicherte sich auch den nächsten Durchgang. Dennoch war beiden Spielern anzumerken, dass sie noch nicht voll im Match angekommen waren.
Viele Fehler führten zu zunehmend längeren Frames, die Partie entwickelte sich mehr und mehr zu einem zähen Safety-Duell. Nach dem 2:2-Ausgleich (80:6) durch Higgins bemerkte Robertson zudem, dass sein Stuhl wackelte und nicht mehr stabil war.
Zunächst ließ sich der Weltranglistendritte davon nicht beirren: Mit einem 70er-Break stellte er auf 3:2. Anschließend musste der Sitz jedoch repariert werden – die erste von zwei kuriosen Unterbrechungen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/28/image-73fac0c3-b52d-40d3-b2d2-918ad620040b-85-2560-1440.jpeg)
Reparaturen im Crucible: Robertsons Stuhl hört nicht auf zu Wackeln
Quelle: Eurosport
Robertson schnappt sich 56-Minuten-Frame
Die zweite folgte wenig später aufgrund von Geräuschen aus dem Publikum. Beim Stand von 4:3 für Robertson sorgte das Atemgerät eines Zuschauers für Störungen. Beide Spieler reagierten souverän und ermöglichten dem Fan, die Partie weiterzuverfolgen – obwohl solche Störungen im Crucible Theatre strikt untersagt sind.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/28/image-a7afcbd2-61c3-40e9-89aa-cb81c6338df2-85-2560-1440.jpeg)
"Tolle Geste": Zuschauer darf trotz Sound von Atemmaschine bleiben
Quelle: Eurosport
Allerdings litt der Spielfluss unter der Unterbrechung. Die Folge war ein Frame, der sich über 56 Minuten zog. Zahlreiche kleine Fehler und lange Safety-Duelle prägten den Durchgang und dehnten die Session zusätzlich. Robertson behielt im letzten Frame die Nerven und geht mit einer 5:3-Führung in die nächste Session am Mittwoch (live bei Eurosport und HBO Max).
Vafei trotzt starkem Wu-Lauf
Im parallel ausgetragenen Viertelfinale zwischen Wu Yize und Hossein Vafaei steht es nach der ersten Session 4:4.
Vafaei, der im Achtelfinale Judd Trump aus dem Turnier geworfen hatte, knüpfte zunächst an seine starke Form an und ging mit 1:0 sowie später mit 2:1 in Führung.
Dann übernahm Wu die Kontrolle: Mit drei Breaks über 50 Punkte (90/56/56) drehte der Chinese die Partie und schien auf dem Weg zu einem komfortablen Vorsprung.
Doch Vafaei zeigte erneut seine Comeback-Qualitäten. Der Iraner kämpfte sich zurück und nimmt ein 4:4 mit in die zweite Session am Mittwoch.
Zhao mit hartem Fight gegen Murphy
Auch zwischen Zhao und Murphy steht es unentschieden: Die beiden gehen mit einem 8:8 in die entscheidende Session am Mittwoch.
Der Chinese, der im vergangenen Jahr als erster Asiate überhaupt Weltmeister wurde, startete stark in die Partie und gewann die ersten drei Frames. Zudem gelang ihm früh ein 122er-Century.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/26/image-314ec7d2-015a-4cbb-b50f-b2573a3058c4-85-2560-1440.jpeg)
Zhao startet stark: Century zum Auftakt im Viertelfinale gegen Murphy
Quelle: Eurosport
Anschließend kippte die Partie jedoch zugunsten von Murphy: Der Engländer sicherte sich die verbleibenden fünf Frames der ersten Session und ging mit einer 5:3-Führung in die Pause.
Wie schon zu Beginn erwischte Zhao auch in die zweite Session den besseren Start, gewann diesmal jedoch nur den ersten Frame. Den zweiten holte sich Murphy knapp mit 59:55.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/28/image-8162fbcd-fbb1-48d3-a0a9-a5ee21267b1d-85-2560-1440.jpeg)
"Das gibts ja nicht!" Fluke begeistert Fans und Experten bei WM
Quelle: Eurosport
In der Folge agierten beide Spieler auf hohem Niveau und auf Augenhöhe. Beim Stand von 6:8 aus Sicht von Zhao spielte der Chinese sein zweites Century des Tages (117) und verkürzte. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen sicherte er sich auch den letzten Frame und stellte auf 8:8.
Allen feiert Meilenstein
Auch im Viertelfinale zwischen Mark Allen und Barry Hawkins steht es 8:8. Hawkins hatte nach der ersten Session noch mit 5:3 geführt.
Nach der Pause baute der Engländer seine Führung zunächst auf 7:4 aus. Doch Allen kämpfte sich zurück und verkürzte mit einem 138er-Century auf 6:7 - gleichzeitig sein 700. Century-Break auf der Tour. Vor ihm war dieses Kunststück nur acht Spielern gelungen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/28/image-f6be2716-ce32-4f5b-8450-e7d4225216bf-85-2560-1440.jpeg)
700. Century der Karriere: Allen feiert Meilenstein bei der WM
Quelle: Eurosport
Der Meilenstein gab dem Nordiren sichtlich Auftrieb. Das Niveau der Partie stieg weiter an, auch Hawkins blieb stark und konterte mit einem 140er-Century.
Allen antwortete - passend zur Phase des Spiels - mit einem weiteren Century (131). Schließlich glich er mit einem 67:54 nach einem Fehler von Hawkins im letzten Frame der Session zum 8:8 aus.
Das könnte Dich auch interessieren: "Alle hassen sie": Wirbel um O'Sullivan - Robertson fordert Verbot
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/28/image-72b10837-8644-480d-8697-cfe135b537a2-85-2560-1440.jpeg)
Das will man sehen: Tolle Fair-Play-Geste von Higgins
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung