Ronnie weiter auf Kurs, Ding weiter trotz dreimal Foul und Miss

Ronnie O’Sullivan kann weiter auf seinen achten Masters-Titel hoffen. Durch ein 6:3 über Ryan Day erreichte der Rekord-Champion das Halbfinale im Ally Pally. Dabei war O’Sullivan noch nicht in Top-Form und erlaubte sich überraschende Fehler. Day aber machte nicht genug aus seinen Chancen. In der Vorschlussrunde trifft O’Sullivan nun auf Ding Junhui, der Luca Brecel mit 6:5 schlug.

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Fotocredit: Eurosport

Ronnie O’Sullivan hatte gegen Ryan Day einen guten Start erwischt und ging dank einer 68 mit 1:0 in Führung. In den nächsten beiden Frames verschoss er dann aber einige Bälle. Day nutzte dies zu Breaks von 54 und 68 Punkten zum 2:1. Zur Pause stand es dann aber 2:2, nachdem O’Sullivan weitere Breaks von 74 und 52 Punkten gespielt hatte.
Nach dem Interval drehte O’Sullivan mit einer 119 auf, doch Day blieb dran und glich mit einer 77 wieder aus. Auch nach dem 4:3 von O’Sullivan hätte Day wieder ausgleichen können, doch im achten Frame machte der Waliser einen taktischen Fehler: Bei 50:0 spielte er einen Snooker hinter Gelb, statt das Break mit Braun fortzusetzen. Das brachte ihm zwar 16 Foulpunkte, doch kurz darauf ließ er nach einem Safe-Fehler O’Sullivan einen leichten Einsteiger liegen. Der siebenmalige Champion ließ sich nicht zweimal bitten und holte mit einer starken Clearance von 78 Punkten das 5:3 auf Schwarz. Anschließend machte er dann mit einer schnellen 92 alles klar.

Hochklassiger Thriller zwischen Ding und Brecel

Ding Junhui und Luca Brecel lieferten sich einen hochklassigen Thriller mit einer Vielzahl hoher Breaks. Dabei hatte Brecel unmittelbar vor Matchbeginn seine Pomeranze beschädigt, knüpfte aber trotzdem an die starke Leistung an, die er schon bei seinem 6:5 über Mark Allen gezeigt hatte. Ding, der zwei Centuries und drei weitere Breaks von mehr als 50 Punkten spielte, musste dabei permanent einem Rückstand hinterherlaufen: Fünf Mal hatte der Belgier vorgelegt, aber fünf Mal schaffte Ding postwendend den Ausgleich und hatte dann im richtigen Moment die Nase vorne.
Kurios war das Ende des neunten Frames. Beim Stand von 0:35 verpasste Ding dreimal Rot, obwohl er eine Rote direkt hätte anspielen können, und verlor dadurch den Frame; "zu selbstbewusst" sei er da gewesen, gestand er nachher im Eurosport-Studio. Doch den Frust über diesen unnötigen Frameverlust hatte er sofort hinter sich gelassen. Mit Breaks von 32 und 57 Punkten glich er zum 5:5 aus. Im alles entscheidenden letzten Frame verschoss der bis dahin so sicher lochende Brecel dann eine leichte Rote auf die Mitte. Ding dagegen ließ sich seine Chance nicht nehmen und erreichte dank einer 65 das Halbfinale.
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