John Higgins und Ronnie O‘Sullivan sorgten am Freitagabend für eine Sternstunde. Bereits im ersten Frame legte O'Sullivan mit einer rasanten 97 los. In den nächsten drei Frames sollte er aber nur noch einen Punkt holen, ohne einen wirklichen Fehler gemacht zu haben. Nach dem Ausgleich spielte Higgins mit einer 145 das neue Top-Break bei diesem Masters, das gleichzeitig auch das höchste Break ist, das Higgins jemals beim Masters gespielt hatte. Und mit einer 110 legte der Wizard of Wishaw noch einen drauf, obwohl er dieses Break ohne Pink und Schwarz spielen musste.
Nach dem Interval drehte O'Sullivan dann aber auf. Zunächst verkürzte er mit einer 125 auf 2:3. Als Higgins dann im sechsten Frame einen Ball mit dem Hilfsqueue verschoss, glich der Masters-Rekord-Champion dank einer 103 aus.
Aber Higgins zeigte sich davon jedoch gänzlich unbeeindruckt. Als O’Sullivan im nächsten Durchgang den Anstoß vermasselte, machte Higgins daraus eine 134 und sorgte mit dem fünften Century in Folge dafür, dass der Rekord von Stephen Maguire und Neil Robertson aus dem Jahr 2009 eingestellt wurde. Es hätten sogar sechs in Folge werden können, doch im achten Frame verschoss Higgins nach 88 Punkten Gelb von der langen Bande. Trotzdem war das 5:3 die Vorentscheidung.
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06/01/2021 AM 14:35
Im neunten Frame hatte Higgins eine 22 vorgelegt, doch O’Sullivan bekam noch eine Chance. Jedoch verschoss er bereits nach zwölf Punkten eine leichte Rote. Der Weltmeister ahnte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass dies seine letzte Aktion im Match gewesen sein wird und knöpfte auf seinem Stuhl schon einmal seine Weste auf. Er sollte damit Recht behalten: Higgins machte anschließend mit einer 47 den Sieg perfekt.

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Bingtao beschenkt sich gegen Maguire selbst

Yan Bingtao hatte sich das Beste bis zum Schluss aufbewahrt: Einen Tag vor seinem 21. Geburtstag beendete er seinen 6:5-Erfolg über Stephen Maguire mit einer Total Clearance von 141 Punkten. Das ist das höchste Break, das er jemals in einem Profimatch gespielt hatte.
Zu Beginn des Matches kam jedoch kaum Spielfluss auf. Trotzdem ging Bingtao mit 2:0 in Führung; den zweiten Frame hatte er auf Schwarz gewonnen. Auch der dritte Frame war von vielen Fehlern auf beiden Seiten gekennzeichnet. Letztlich holte sich Maguire seinen ersten Frame und drehte danach auf. Mit einer 102 glich er zum 2:2 aus. Direkt nach der Pause gewann er sogar seinen dritten Frame in Folge und übernahm erstmals die Führung.
Anschließend hatte Maguire sogar die Chance, auf 4:2 zu erhöhen. Im sechsten Frame verschoss er jedoch nach 42 Punkten Rot auf die Mitte. Maguire schlug mit der Faust auf die Bande, denn nun kam Bingtao an den Tisch, um mit einer 84 zum 3:3 auszugleichen, was sich als Wendepunkt erweisen sollte.
Denn nur kurz darauf holte sich der Chinese die Führung zurück. Maguire glich mit einer 137 noch einmal zum 4:4 aus, doch den nächsten Frame gewann der Youngster wieder klar. Im zehnten Frame hatte Bingtao schon Chancen zum Sieg, aber ein Fluke verhalf Maguire zu einem Break von 60 Punkten und dem 5:5. Im elften Frame machte es der Chinese dann aber besser und nutzte gleich seine erste Chance.

Die Halbfinals am Samstag:

  • 14:00 Uhr: Stuart Bingham - Yan Bingtao
  • 20:00 Uhr: David Gilbert - John Higgins
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