Mark Williams bezwingt Titelverteidiger Yan Bingtao in London - Neil Robertson zieht ins Viertelfinale ein

Titelverteidiger Yan Bingtao ist beim Masters in London trotz guter Leistung in der ersten Runde gescheitert. Er unterlag Mark Williams 4:6. Dabei schien der 21-jährige Chinese das Match zum Interval mit einem 3:1 unter Kontrolle zu haben. Nach der Pause holte Williams dann aber fünf der nächsten sechs Frames. Am Abend erreichte dann Neil Robertson 6:3 gegen Anthony McGill das Viertelfinale.

Mark Williams

Fotocredit: Eurosport

In den ersten Frames profitierte Yan Bingtao davon, dass Mark Williams nicht genug aus seinen Chancen machte. Der Titelverteidiger bestrafte die Fehler des Walisers konsequent, sodass seine Führung zur Pause gerechtfertigt war. Nach dem Wiederbeginn verschob sich aber das Momentum.
Ein sehr schweres Break von 56 Punkten im fünften Frame half Mark Williams dabei, zu seinem Spiel zu finden. Dabei zeigte er auch wieder die für ihn typischen kuriosen Bälle, als er zum Beispiel Gelb unter dem Bauch lochte oder Pink einhändig über Vorbande. In der Folgezeit wurde Yan immer mehr zum Zuschauer. Mit drei 60er-Breaks gewann Williams die nächsten beiden Frames, bevor er aus einem Fluke eine 104 zum 5:3 machte.
Yan Bingtao war aber noch nicht geschlagen. Das bewies der Titelverteidiger eindrucksvoll mit einer Total Clearance von 122 Punkten zum 4:5. Im zehnten Frame half Williams jedoch wieder ein Fluke, aus dem 40 Punkte wurden. Später lochte er dann eine Rote, nachdem er beim Safe-Versuch zweimal Rot komplett verfehlt hatte. Mit 85 Punkten räumte er den Tisch komplett ab und trifft nun auf John Higgins oder Zhao Xintong.
Das 6:3 von Neil Robertson gegen Anthony McGill war ein Arbeitssieg. Der Australier machte keinen Hehl daraus, dass er sich nach der Weihnachtspause noch etwas "rostig" gefühlt habe. Das 2:2 zum Midsession Interval war für ihn schmeichelhaft: "Ich hätte 0:4 hinten sein müssen. Das war einfach schlecht."
Auch nach der Pause machten beide eine Reihe von Fehlern. Robertson profitierte erneut davon, dass McGill seine Chancen nicht ausreichend nutzte. Aber der Australier steigerte sich auch und lochte vor allem einige spektakuläre Schlüsselbälle - vor allem lange Bälle. Nun schaffte er es auch, mehr Punkte aus seinen Einsteigern zu holen, auch wenn er weiterhin mehrere Chancen pro Frame benötigte.
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Wow! Williams reißt Publikum mit einhändigem Kunststoß von den Sitzen

Quelle: Eurosport

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