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Masters 2022: Neil Robertson bezwingt Hawkins im Finale und holt den Titel - klappt's nun auch bei der WM?
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Publiziert 17/01/2022 um 16:00 GMT+1 Uhr
Zugegeben: Das Finale des Masters zwischen Neil Robertson und Barry Hawkins war jetzt nicht gerade das spielerische Highlight. Es war ein gutes Finale, mehr nicht. Aber es war der Schlusspunkt einer bemerkenswerten Turnierwoche im Alexandra Palace von London. Hawkins selber sagte es kurz nach seiner Final-Niederlage: "Nicht viele Spieler machen diese Erfahrung. Das werde ich nicht vergessen."
Neil Robertson gewinnt das Masters 2022 im Snooker
Fotocredit: Eurosport
Die Atmosphäre im Ally Pally war einzigartig. Darüber hatte ich ja schon in meinem Blog nach dem Viertelfinale zwischen Mark Williams und John Higgins geschrieben. Aber die Stimmung war dann für den ganzen Rest des Turnieres so. Natürlich war es laut, aber es war eben auch mitreißend. Auch wenn viele sagen, so etwas habe es noch nicht gegeben: Ich fühlte mich an die Schlusstage im Berliner Tempodrom erinnert.
Dass Neil Robertson ein Seriensieger ist, wusste jeder schon vorher. Seit seinem ersten Titel beim Grand Prix 2006 hat er in jedem Jahr einen Titel gewonnen. Seit der Saison 2008/09 hat er auch in jeder Saison einen bedeutsamen Titel geholt. Das gilt selbst für die Jahre, als er durch die gesundheitliche Krise seiner Frau Mille belastet war. Das sind schon beeindruckende Fakten.
Allerdings: Bei den ganz großen Turnieren hinterließ er oft auch Fragezeichen. Er hat zwar drei Mal die UK Championship gewonnen, aber die WM und das Masters bis gestern jeweils erst einmal. Bei einem Spieler seiner Klasse erwartet man da mehr. Vor allem bei der WM ist er in den letzten Jahren immer als einer der großen Favoriten gestartet und dann doch zu kurz gesprungen.
Bei der Weltmeisterschaft liegt das natürlich auch daran, dass ihm das Format nicht gefällt. Die WM sei ihm zu lang, hatte er mehrfach geklagt und eine Verkürzung der Distanzen angemahnt. Vielleicht hilft ihm ja sein gestriger Erfolg, besser mit den Anforderungen der WM zurechtzukommen. Ich bin gespannt, ob das funktioniert.
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Robertson gewinnt das Masters - der Frame zum Titelgewinn
Quelle: Eurosport
Hawkins offenbart große Final-Schwäche
Bei Barry Hawkins fällt auf, dass er die drei großen Finals, in denen er gestanden hat, alle klar verloren hat. Bei der WM 2013 hielt sich das 12:18 gegen Ronnie O’Sullivan vielleicht noch in Grenzen. Beim Masters aber gab es zwei klare Klatschen: 1:10 gegen Ronnie O’Sullivan im Jahr 2016 und jetzt 4:10 gegen Neil Robertson.
Das wirft natürlich Fragen auf, ob er wirklich aus dem Holz geschnitzt ist, um auch bei den großen Gelegenheiten auftrumpfen zu können. Vielleicht ist da auch Hilfe von Spezialisten erforderlich, um das letzte Fehlende noch zu aktivieren.
Ansonsten aber hat er beim Masters gezeigt, was für ein herausragender Spieler er ist. Darauf kann er für den Rest der Saison aufbauen, nachdem die ersten Monate ja nicht so berauschend gelaufen sind. Er ist ein Sympathieträger. Alle würden es ihm deshalb wünschen.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Double, Century, Clearance - Robertson brilliert im Finale
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