Was als ganz normale Trainingseinheit in seinem Snooker-Klub in Darlington begann, wurde für Thepchaiya Un-Nooh zu einem historischen Ereignis.
Der 36-Jährige spielte das erste auf Video aufgezeichnete 155er-Break überhaupt. Zuvor hatte nur der Engländer Jamie Cope im Jahr 2005 einmal das gleiche Kunststück vollbracht. Da es davon aber keine Aufnahmen gibt, wurde es nicht in die offiziellen Bestenlisten aufgenommen.
Ganz anders ist der Fall bei Un-Nooh, der nun eine Bestmarke für die Ewigkeit gesetzt hat. Er erzielte acht Punkte mehr, als es für das eigentliche Maximum Break gibt.
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"Es war verrückt. Ich konnte nicht glauben, dass es passiert ist", erklärte der gebürtige Thailänder der englischen Zeitung "The Sun" und ergänzte: "Ich hatte es vor einem Jahr fast schon einmal geschafft, aber die letzte Grüne verfehlt. Es war ein einfacher Stoß. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals wieder die Chance darauf habe."

Rekord-Break nur bei Fehler des Gegners möglich

Schon ein Maximum Break mit 147 Punkten ist im Snooker eine eher seltene Leistung. Bei offiziellen Wettkämpfen wurde es bisher 167 Mal notiert. Wie ist also ein 155er-Break überhaupt möglich?
Dabei kommt es auch auf den Gegner an. Denn nur, weil der Iraner Hossein Vafaei mit einem Foul startete, erhielt Un-Nooh einen Free Ball. Die Nummer 21 der Welt lochte daraufhin erst eine Farbe und dann eine Schwarze ein, wodurch er acht Extra-Punkte erzielte.
Danach leerte er den Tisch, indem er alle 15 Rote mit 15 Schwarzen versenkte und anschließend alle sechs Farben für 147 Punkte einlochte. Für den gesamten Frame gab es dann sogar 159 Punkte, wenn man noch die vier Strafpunkte für das Foul seines Gegners einberechnet.

Weltrekord in nur 7:43 Minuten

Auch Mike Dunn, der Manager der Q House Snooker Academy in Darlington war von dem Kunststück begeistert: "Alle standen still und ich habe gesehen, wie er herumgesprungen ist. Es ist die erste 155, die die Welt jemals gesehen hat", schilderte Dunn die Ereignisse.
Übrigens dauerte das Rekordspiel gerade einmal 7 Minuten und 43 Sekunden. Nicht umsonst ist Un-Noohs Spitzname in der Snooker-Welt "F1", weil er sich so schnell wie ein Formel-1-Rennwagen um den Tisch bewegt.
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