UK Championship: Mark Allens mentale Stärke und Ding Junhuis Wiederauferstehung - darum war das Turnier ein Erfolg

Die UK Championship in York war bemerkenswert. Und das vor allem aus drei Gründen, meint Eurosport-Kommentator Rolf Kalb. Da ist zum einen die Art und Weise, wie Mark Allen den Titel geholt hat. In all seinen Matches musste er einen Rückstand aufholen. Und dann war da noch die Wiederauferstehung von Ding Junhui. Der Statusgewinn für die UK Championship selbst sticht natürlich auch hervor.

Allen-Aufholjagd zum Titel: Der letzte Final-Frame in voller Länge

Quelle: Eurosport

Das größte Comeback schaffte Mark Allen im Finale. Aber schon zuvor lieferte er in jedem Match den Beweis seiner mentalen Stärke.
Dass er kämpfen kann ist natürlich nicht neu. Aber jetzt hat er auch die Mittel, um erfolgreich zu kämpfen. Auch wenn er in York oft mit seinem Spiel haderte: Allen hat sich spielerisch verbessert, hat seine Allround-Qualitäten deutlich gesteigert.
Hinzu kommt, dass in seinem Umfeld nach großen Turbulenzen endlich wieder alles in Ordnung ist. Die Probleme sind gelöst oder zumindest im Griff, und auch privat ist er wieder glücklich. Das hat ihn sichtlich beflügelt.
Hinzu kommt das Selbstvertrauen durch seine Erfolge in dieser Saison. Bei zukünftigen Turnieren müssen wir diesen Mark Allen immer auf dem Radar haben. Dieser Mark Allen ist Lichtjahre entfernt von dem Häufchen Elend, das im April von Ronnie O’Sullivan bei der WM mit 13:4 abgefertigt wurde.

Die Wiederauferstehung von Ding

Der Schlüssel-Frame in Endspiel war der zwölfte Durchgang. Ding Junhui hatte zuvor für zweieinhalb Frames kein Land gesehen, weil Mark Allen wie im Rausch spielte. Aber im zwölften Frame hatte Ding die beiden benötigten Snooker geschafft und erstmals wieder eine Chance. Die nicht genutzt zu haben brachte Allen endgültig auf die Siegerstraße. Und der letzte Frame war dann ein Paradebeispiel für die Willenskraft von Mark Allen, seine mentale Stärke und seinen unerschütterlichen Glauben an sich selber.
Trotzdem hat Ding Junhui in York endlich mal wieder überzeugend gespielt. Wenn er daran in nächster Zeit anknüpft, dann ist er ruck-zuck wieder in den Top 16 der Rangliste, wo er auch hingehört.
Er hat die Kontrolle zurückgewonnen und seine Gegner phasenweise dominiert (so auch Mark Allen in der ersten Session des Finales). Das ist der Weg. Wie sagte er so treffend nach dem Finale: "Ich muss nichts anders machen. Einfach nur wieder viel trainieren und wieder besser werden."
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Großartige Szene im Finale! Ding empfiehlt Allen Fünferkombination

Quelle: Eurosport

UK Championship wird zu einem Fest

Was die Umgestaltung der UK Championship betrifft hat World Snooker alles richtig gemacht.
Die Umstellung des Formates und das wertigere Setup mit nur zwei Tischen im Barbican Centre waren ein voller Erfolg. Das hat auch die Spieler beflügelt. Sie fühlten sich plötzlich als Teil von etwas Großem und Wichtigen - und so ist es ja auch.
Die Steigerung des Event-Charakters auch außerhalb der Arena durch diverse Attraktionen ließen das ersten Triple-Crown-Event der Saison zu einem echten Fest werden.
Diese UK Championship hat Appetit auf mehr gemacht.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Packendes Finish: Allen krönt sich zum UK Champion

Quelle: Eurosport

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