Nach der ersten Session hatte Robertson schon mit 5:3 geführt und baute die Führung am Abend weiter aus. Dabei überbot er mit einer 142 noch einmal sein eigenes Top-Break bei diesem World Grand Prix. Seine 101 im 14. Frame zum 9:5 war gleichzeitig das 699. Century seiner Karriere. Doch obwohl der Australier da unschlagbar schien steckte Graeme Dott mit der für ihn typischen Kämpfer-Mentalität nicht auf. Robertson hatte auch eine Chance im 15. Frame, doch ein Stellungsfehler kostete ihn das Break.

World Grand Prix
Century Nr. 698: Robertson mit höchstem Turnierbreak
09/02/2020 AM 21:01

So gelang Graeme Dott das 6:9 und der Schotte holte anschließend dann auch einen umkämpften Frame zum 7:9. Danach wurde es richtig dramatisch. Als Neil Robertson im 17. Frame eine 69 gespielt hatte brauchte Graeme Dott auf die letzte Rote schon zwei Snooker. Doch er holte die Foulpunkte und nach einem wechselhaften Kampf um die Farben gewann der Schotte den Durchgang auf Schwarz. Ähnliches deutete sich im 18. Frame an: Erneut brauchte Dott auf die letzte Rote zwei Snooker. Doch dieses Mal erzwang er nur ein Foul, bevor ein erleichterter Neil Robertson nach einer weiteren Chance den Sieg perfekt machte.

"Da lässt er sich feiern": Dott mit Fluke im Finale

Für Neil Robertson war dies der zweite Turniersieg innerhalb von 15 Tagen nach seinem Triumph beim European Masters in Dornbirn. Dazwischen hatte er auch beim German Masters in Berlin im Endspiel gestanden. Insgesamt war es der 18. Sieg bei einem Ranglisten-Turnier für den Australier. Damit hat er Mark Selby hinter sich gelassen; nur fünf Spieler haben mehr Titel geholt. In der Weltrangliste wird er weiterhin auf Platz zwei hinter Judd Trump geführt. Graeme Dott verbesserte sich durch den Finaleinzug in Cheltenham auf den 19. Platz und hat die Top 16 wieder im Auge.

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