Speedway GP Cardiff: Tai Woffinden leckt nach desolatem Saisonstart die Wunden und greift wieder an

Tai Woffinden blickt auf eine desolate erste Saisonhälfte zurück. Der dreimalige Weltmeister findet sich nach fünf Auftritten auf einem enttäuschenden sechsten Rang wieder. Beim anstehenden Speedway GP in Cardiff bläst der Brite zum Gegenangriff und will im WM-Kampf an die Tür klopfen. "Die Meisterschaft ist immer noch offen", gab sich der 32-Jährige kämpferisch.

Tai Woffinden

Fotocredit: Eurosport

"Bisher war es eine wirklich schlechte Saison", gestand sich Woffinden ein. "Sehr schlecht, vor allem mit meinen Fähigkeiten. Zu dieser Zeit auf Platz sechs zu sein - das ist schockierend."
Mit einem katastrophalen 13. Platz war der ehemalige Champion in die Saison gestartet. Ein Ergebnis, von dem er sich immer noch Schritt für Schritt erholen muss. "Ich hab mir in der ersten Runde selbst eine Grube gegraben. Und wir sind jede Runde etwas aus ihr rausgeklettert", erläutert er den bisherigen Fortschritt. "Jetzt bin ich gerade dabei, meinen Speed zu zeigen."
Ein Hexenwerk sei seine Aufholjagd jedenfalls nicht. Vielmehr gehe es darum, sich mit regelmäßigen Top-Platzierungen an die Fersen des Gesamtführenden Bartosz Zmarzlik zu heften.
"Es geht nur um Konstanz. Wir müssen bei jedem Grand Prix im Finale und auf dem Podium stehen", gab Woffinden eine klare Devise vor.

Woffinden will in Cardiff zurückschlagen

In Cardiff kehrt der Speedway-Zirkus aus der Sommerpause zurück (13. August, live auf Eurosport). Vor heimischen Publikum soll Woffinden der Turnaround gelingen. Bislang stand der 32-Jährige aber nur einmal im Finale. Beim Grand Prix von Tschechien gelang ihm sogar der zweite Platz. Ansonsten stand Woffinden nur zwei weitere Male im Halbfinale.
Nichtsdestotrotz geht er mit einem positiven Gefühl in sein Heimrennen. "Ich freue mich darauf, vor den britischen Fans zu fahren", sagte er. "Das ist immer etwas Besonderes. Die Atmosphäre ist einfach wahnsinnig und man kann es gar nicht in Worte fassen", schwärmte er weiter.
Einen unmittelbaren Vorteil erwartet sich Woffinden von der heimischen Kulisse aber nicht. "Ich würde sagen, dass es keinen Heimvorteil gibt. Ja, wir sind in Großbritannien, aber wir leben so ziemlich den Großteil unserer Zeit in Polen", erläuterte er. "Wir haben die Unterstützung der Fans. Das ist toll - aber für manche Fahrer kann das auch das Gegenteil bewirken", unterstrich Woffinden.

Rücken bereitet Woffinden noch Probleme

Wenn sich Woffinden in Cardiff wieder einmal mit den Besten der Welt misst, werden den Briten auch die Nachwirkungen seiner Verletzung beim Speedway of Nations begleiten. An der Seite von Robert Lambert und Dan Bewley hievte er dort Großbritannien ins Finale, musste sich daraufhin aufgrund von Rückenproblemen zurückziehen.
Seit diesem Vorfall befand sich Woffinden in Physiotherapie und kämpfte um ein reibungsloses Comeback. "Jetzt geht es darum, bis Cardiff auf 100 Prozent zu kommen", verdeutlichte er sein Vorhaben im Vorfeld seines Heim-Grand-Prix.
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Australien brilliert beim Speedway of Nations - Highlights

Quelle: Eurosport

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