Ducati-Werksfahrer Chaz Davies, der Platz drei belegte, lag weniger als eine Zehntelsekunde zurück. Die Top 3 in der Meisterschaft waren auf einem Level. Als am Nachmittag die Asphalttemperatur in Spanien auf 48 Grad Celsius kletterte, verbesserten kaum noch Fahrer seine Rundenzeit. Alex Lowes steigerte sich und markierte mit der Suzuki Bestzeit. In der kombinierten Liste der beiden Freien Trainings sortierte er sich auf dem dritten Platz ein. Die Vormittagsbestzeit von Sykes blieb bestehen. Mit Blick auf das Rennen war entscheidend, dass Rea auch in der Hitze schnell war, während Sykes zwei Zehntel verlor.
"Wir haben ein sehr gutes Bike. Meine Jungs haben die Gewichtsverteilung geändert, damit das Turning besser ist", spricht Rea die entscheidende Veränderung an, wodurch er auch am Nachmittag nur hauchdünn die Bestzeit verpasste. "Dadurch haben wir im Vergleich zum ersten Training den Reifen nicht so stark belastet. Das ist ein gutes Zeichen für das Rennen, denn es scheint am Sonntag sehr heiß zu werden."
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"Das Qualifying ist wichtig, aber ich habe schon vom siebten, achten Startplatz gewonnen. Für mich ist das Gefühl mit dem Bike entscheidend. Heute hatten wir nicht so viele Probleme und eine gute Pace. Ich muss mich jetzt auf mich konzentrieren, klar will ich in die erste Reihe. Im Idealfall will ich vorne meinen Rhythmus fahren und mich nicht um die anderen kümmern", sagt Rea über seine Taktik. Druck spürt er angesichts von 144 WM-Punkten Vorsprung nicht: "Ich fühle mich gut, denn ich habe die Sommerpause genossen. Es war die richtige Balance zwischen Training und Freizeit."
In die Verfolgerposition des wie immer starken Kawasaki-Duos brachten sich Lowes und Davies. "Wir hatten heute keinerlei Probleme und arbeiteten, um die Reifen zu verstehen", sagt Davies, dessen Ducati-Vertrag um ein Jahr verlängert wurde. "Am Nachmittag probierten wir etwas, womit wir leider nicht die beste Rundenzeit gefunden haben. Trotzdem haben wir verstanden, was wir für den Samstag machen müssen." Auch bei Ducati ist Turning im Zusammenspiel mit dem Reifenverschleiß ein Thema. "In Jerez ist der Grip immer ein Problem", weiß Davies.
Apropos Rundenzeiten. Die Superbike-Bestmarke lag 2,6 Sekunden über der Freitagsbestzeit von MotoGP-Star Jorge Lorenzo Anfang Mai. Die Top 10 der Superbike-WM befindet sich hinter dem MotoGP-Feld, aber vor der Moto2. Zurück zum Training: Das Aprilia-Duo Jordi Torres und Leon Haslam belegte in der kombinierten Zeitenliste die Plätze sechs und sieben. Torres stürzte übrigens in beiden Trainings je einmal. Zu den prominenten Sturzopfern zählte auch Sykes mit einem Ausrutscher zu Beginn von FP2.
In den Top 10 waren außerdem noch Matteo Baiocco (Althea-Ducati) sowie Ducati-Testfahrer Michele Pirro vertreten. Pirro fuhr noch am vergangenen Wochenende die MotoGP-Ducati in Misano. An diesem Wochenende vertritt der Italiener den verletzten Davide Giugliano, dessen Vertrag ebenfalls verlängert wurde. Das Honda-Duo Sylvain Guintoli und Michael van der Mark belegten in der kombinierten Zeitenliste die Plätze zehn und elf. Insgesamt stehen in Jerez 22 Fahrer am Start.
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