Vor einigen Wochen hatten die Organisatoren der diesjährigen Spiele nach lauten Protesten vieler Athletinnen eine Ausnahme für frischbackene Mütter erteilt. Diese dürften ihre Kinder "wenn nötig" mitbringen, um sie etwa zu stillen.
Anderen Familienmitgliedern ist es allerdings weiterhin untersagt, zu Olympia nach Tokio zu reisen.
Doch nach Aussage von Carbonell, die 2009 Weltmeisterin im Synchronschwimmen wurde und 2012 in London bereits Silber und Bronze gewann, verschärfte die japanische Regierung nun die Regeln. Sie sei nun nach der vorherigen Unterstützung "umso enttäuschter", dass ihre Familie sie nicht begleiten kann.
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Der Ehemann der Spanierin sowie ihr kleiner Sohn hätten sich offenbar während der gesamten Zeit, etwa drei Wochen, in einem Hotelzimmer isolieren müssen.

Carbonell muss "eine sehr schwere Entscheidung treffen"

Eine zu große Zumutung nicht nur für ihre kleine Familie, erklärte Carbonell, sondern auch ein Gesundheitsrisiko für ihre Teamkolleginnen, die sich jahrelang auf Olympia vorbereitet hätten.
"Ich musste daher eine sehr schwere Entscheidung treffen, denn die Regeln der japanischen Regierung verhindern es, dass ich meine Leistung als Sportler und meine Familie vereinen kann. Ich hoffe, andere Sportler schaffen es unter diesen Bedingungen und können trotzdem ihre Kinder mitbringen", meinte die 31-Jährige.
Sie hoffe, dass nach der Pandemie "die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Sport nicht länger etwas Außergewöhnliches" ist, ergänzte Carbonell.
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