Alexander Zverev traut Carlos Alcaraz über 20 Grand-Slam-Titel zu: "Auf höchstem Niveau ist er besser als Sinner"
VonNiklas Bien
Update 22/11/2024 um 15:19 GMT+1 Uhr
Wirft man einen Blick auf die aktuelle Weltrangliste, so wird man feststellen, dass Alexander Zverev aktuell der erste Verfolger von Dominator Jannik Sinner ist, der seinen Status erst kürzlich mit seinem Sieg bei den ATP-Finals unterstrichen hatte. Es gibt allerdings auch eine andere Sichtweise auf die aktuellen Kräfteverhältnisse - und die vertritt der deutsche Topspieler sogar selbst.
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Quelle: Eurosport
Sinner und Carlos Alcaraz - im ATP-Ranking aktuell Dritter - haben sich die vier Grand Slams in diesem Jahr untereinander aufgeteilt. Sinner sicherte sich die Australian Open und die US Open, Alcaraz dominierte den Sommer mit seinen Erfolgen bei den French Open und in Wimbledon.
Zverev wartet bisher noch auf seinen ersten Grand-Slam-Titel - und das, obwohl er in diesem Jahr immer wieder extrem stark unterwegs war. Die Ranglistenpunkte würde der 27-Jährige allerdings sofort gegen einen Erfolg auf der ganz großen Bühne eintauschen.
"Ganz ehrlich: Gewinne ich Roland Garros und Wimbledon nächstes Jahr, brauche ich kein einziges Match mehr gewinnen", erklärte die Nummer zwei der Welt im Podcast "Volleys und Tweeners" von Mischa Zverev und Matthias Stach.
Auch deshalb sieht er sich trotz der Rangliste nicht als erste Kraft neben Sinner. "Zwei Grand Slams zu gewinnen ist eine Benchmark, die er geschafft hat und ich nicht. Deswegen ist für mich Sinner Nummer eins und Carlos Nummer zwei, was die Resultate in diesem Jahr angeht", betonte Zverev.
Darum sieht Zverev Alcaraz in der Zukunft vorne
Die Einschätzung, dass Sinner und Alcaraz aktuell das Maß aller Dinge sind, hat der Deutsche nicht exklusiv. Der ehemalige Wimbledon-Champion Goran Ivanisevic erklärte zuletzt, dass er Sinner und Alcaraz ebenfalls klar vor Zverev sehe. Dieser habe "zu viele Höhen und Tiefen" in seinem Spiel.
Was die Kräfteverhältnisse hinter den Gesichtern der neuen Tennis-Generation angeht, ist Zverev indes selbstbewusst. "Ich glaube schon, dass ich als Nummer drei komme und dass ich von den Resultaten und der Spielweise einen Abstand zum Rest habe", sagte der gebürtige Hamburger.
Ebenfalls interessant sind die Einschätzungen des 27-Jährigen über das Duell zwischen Sinner und Alcaraz über die kommenden Jahre. Dabei sieht er nämlich nicht den aktuell so dominanten Italiener vorne, sondern den 21-jährigen Spanier.
"Ich glaube, dass Alcaraz über 20 Grand-Slam-Turniere gewinnen kann", sagte Zverev und sieht den bisher vierfachen Champion damit auch vor Sinner, der aktuell bei zwei Grand-Slam-Titeln steht.
"Sinner hat ein unfassbares Jahr gehabt und ich respektiere ihn. Ich glaube auch, dass er über zehn gewinnen wird. Aber wenn Alcaraz auf dem höchsten Niveau ist, ist er besser - meiner ehrlichen Meinung nach", erklärte der French-Open-Finalist dieses Jahres.
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Finale: Alcaraz besiegt Zverev in fünf Sätzen - Highlights
Quelle: Eurosport
Zverevs nächste Chance im Januar
Dass der Weg zu großen Titeln im kommenden Jahr - und vermutlich auch in den weiteren Jahren - nur über Sinner und Alcaraz gehen, dürfte klar sein.
Die nächste Möglichkeit, in die Riege der Grand-Slam-Champions aufzusteigen, bekommt Zverev Anfang des kommenden Jahres bei den Australian Open (12. bis 26. Januar). Eurosport überträgt das Turnier live.
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