Australian Open 2025: Novak Djokovic bricht das Halbfinale ab - Alexander Zverev im Endspiel gegen Jannik Sinner
Novak Djokovic hat das Halbfinale bei den Australian Open in Melbourne gegen Alexander Zverev nach dem ersten Satz abgebrochen. Der Serbe, der bereits im Viertelfinale gegen Carlos Alcaraz Probleme am linken Oberschenkel hatte, stand gegen Zverev 81 Minuten auf dem Platz und verlor den Tiebreak 5:7. Danach beendete der Rekord-Grand-Slam-Champion die Partie. Zverev trifft nun auf Jannik Sinner.
Halbfinale: Zverev siegt nach Aufgabe von Djokovic - Highlights
Quelle: Eurosport
"Novak hat sich vielleicht etwas langsamer bewegt zwischen den Ballwechseln, aber ich fand den ersten Satz hochklassig. Er hat noch viele Bälle bekommen und sich relativ gut bewegt", erklärte Alexander Zverev bei Eurosport.
Novak Djokovic ließ auf der Pressekonferenz wissen, er habe "alles Mögliche getan, um den Muskelfaserriss, den ich hatte, zu behandeln. Ende des ersten Satzes habe immer mehr Schmerzen gespürt. Es war einfach zu viel für mich in dem Moment."
Das Match in der Rod Laver Arena war zunächst von langen Aufschlagspielen und vergebenen Breakmöglichkeiten geprägt.
Zunächst ließ Zverev vier Chancen aus, seinem Kontrahenten das Service abzunehmen, dann vergab Djokovic deren drei. So waren beim Stand von 3:2 aus Sicht des Serben bereits 33 Minuten gespielt.
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Zverev setzt sich für Djokovic ein: "Bitte Leute, buht nicht"
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"Beide haben noch keinen Rhythmus. Einem guten Punkt folgt häufig ein leichter Fehler. Es ist noch nicht hochklassig, von beiden Spielern", zog Eurosport-Experte Boris Becker ein Zwischenfazit.
Zverev macht sich für Djokovic stark: "Bitte buht nicht"
Auffällig war vor allem die anfängliche Schwäche von Djokovic beim Service: Der 37-Jährige musste bei den ersten acht Aufschlägen jedes Mal über den zweiten gehen.
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Zverev spielt ums Netz, Djokovic kontert, Fans rasten aus
Quelle: Eurosport
Da keiner der beiden Halbfinalisten sich einen echten Vorteil erarbeiten konnte, ging es in den Tiebreak, den Zverev knapp mit 7:5 für sich verbuchen konnte.
- Protokoll des Halbfinal-Dramas: So lief Zverev gegen Djokovic
Danach kam Djokovic ans Netz, gratulierte dem Hamburger und brach das Match ab. Das abrupte Ende des Halbfinals brachte dem Serben einige Pfiffe ein. Zverev warb im On-Court-Interview umgehend für Verständnis für die Entscheidung seines Kontrahenten.
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Tennis - Australian Open - Press conf Djokovic ENG only
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"Bitte Leute, buht nicht einen Spieler aus, wenn er mit einer Verletzung aufgeben muss. Ich weiß, dass ihr alle Tickets gekauft und auf ein großartiges Fünfsatzmatch gehofft habt. Aber versteht: Novak Djokovic ist einer, der in den vergangenen 20 Jahren alles in seinem Leben für diesen Sport gegeben hat", betonte Zverev im Gespräch mit Court-Moderator Jim Courier.
Becker zu Djokovic: "Bin ein bisschen schockiert"
Djokovic sei "einer der erfolgreichsten und besten Spieler, der jemals hier in Melbourne gespielt hat. Ich habe den größten Respekt vor ihm und er muss schon wirklich eine richtige Verletzung haben, damit er hier freiwillig aufgibt", so der 27-Jährige.
- Die Australian Open 2025 live und auf Abruf auf discovery+
"Ich bin ein bisschen schockiert. Dass er nicht hundertprozentig fit war, hat man gesehen. Die Rallies waren zu kurz auch die Schlagauswahl war ungewöhnlich", befand Becker, der Djokovic von 2013 bis 2016 coachte.
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Zverev exklusiv: Diesen Eindruck hatte ich von Djokovic
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"So ist der Sport, das ist das Brutale. Schon gegen Carlos Alcaraz war er nicht zu 100 Prozent fit", führte der zweimalige Australian-Open-Champion aus. Dennoch sei es "das beste Tennis" von Djokovic gewesen, "dass ich seit den Olympischen Spielen im vergangenen Sommer von ihm gesehen habe".
Die Frage sei nun, wie es weitergeht für den Ausnahmespieler. "Wohin geht der Weg? Ich hoffe er geht nach vorne und er macht weiter - aber das sind schwierige Momente für Novak."
Zverev fordert Titelverteidiger Sinner im Finale
Fest steht indes, wie es für Zverev weitergeht. Der Weltranglistenzweite bekommt es am Sonntag im Kampf um den Norman Brookes Challenge Cup am Sonntag mit Jannik Sinner zu tun.
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Halbfinale: Sinner wackelt gegen Shelton nur kurz - Highlights
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Der Titelverteidiger aus Italien zwang im Semfinale Ben Shelton mit 7:6 (7:2), 6:2, 6:2 in die Knie. Im direkten Vergleich mit Zverev liegt Sinner mit 2:4 zurück, allerdings gewann er das bis dato letzte Duell 2024 in Cincinnati.
"Wir hatten sehr enge Matches in der Vergangenheit. Alles kann passieren und die Anspannung wird sehr hoch sein", sagte Sinner: "Aber ich bin sehr glücklich damit, dass ich mich wieder in diese Position gebracht habe."
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Spektakuläre Szenen: Djokovic traktiert Zverev mit Mondbällen
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