Alexander Zverev bekommt nach Ausraster Rückendeckung von Patrick Mouratoglou: "Wir dürfen negative Gefühle haben"

Patrick Mouratoglou hat sich nach dem Wutausbruch von Alexander Zverev beim ATP Turnier in Acapulco schützend vor den Deutschen gestellt. Der 51 Jahre alte Trainer bittet um Verständnis für die Gefühle der Spieler: "Wir dürfen negative Gefühle haben." Der Weltranglistendritte hatte sich nach Ende einer Partie in Mexiko einen Ausraster geleistet und auf den Stuhl des Unparteiischen eingeschlagen.

Langjähriger Trainer von Serena Williams: Patrick Mouratoglou

Fotocredit: Getty Images

In einem Interview, das Patrick Mouratoglou auf seinem
postete, beschreibt der Trainer seinen Einschätzung zum Vorfall:
"Als ich die Bilder von Sascha in Acapulco sah, wie er schrie und auf den Stuhl des Schiedsrichters schlug, dachte ich: Oh, er ist in Schwierigkeiten."
Der 51-Jährige gesteht zwar ein, dass Zverev den Bogen überspannt hat: "Mir ist klar, dass er ein bisschen zu weit gegangen ist. Es ist eine Sache, die Beherrschung zu verlieren, aber man muss auch Grenzen haben, und er ist ein bisschen zu weit gegangen."
Gleichzeitig stellt sich Mouratoglou aber vor den Deutschen und hält die Reaktionen auf den Zwischenfall für übertrieben: "Ich mag es nicht, wenn jemand einen Fehler macht und sich alle auf diese Person stürzen und sie herunterziehen. Ich denke, es war ein bisschen zu viel, was die Leute gesagt haben."

Mouratoglou: "Athleten müssen ihre Emotionen zeigen können"

Der Trainer von Serena Williams macht einen interessanten Vergleich: "Wenn er so geblieben wäre, wäre McEnroe der meist gehasste Mann auf dem Planeten. Und er ist heute einer der größten Tennisstars." Auch John McEnroe hatte sich unlängst zum Vorfall geäußert und dabei Verständnis gezeigt.
Zverev müsse sich zukünftig besser im Griff haben, die Zuschauer müssten aber auch ihre Erwartungshaltung verändern, meint Mouratoglou: "Ich weiß, dass im Tennis viele Leute der Meinung sind, dass die Athleten immer absolute Perfektion zeigen sollten. Alles, was nicht damit übereinstimmt, ist für sie schockierend."
Wichtig sei es laut Mouratgolou, dass man den Spielern ein Ventil lasse: "Ich denke, es ist sehr wichtig, dass die Athleten ihre Emotionen zeigen können. Sie müssen ihre Emotionen rauslassen, egal ob sie positiv oder negativ sind, denn wir sind Menschen und dürfen auch negative Emotionen haben und sie rauslassen."
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Quelle: Eurosport

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