Zverevs Leistungsexplosion: Darum läuft's jetzt wie geschmiert

Alexander Zverev hat den Tour-Lockdown bestens verkraftet. Der 23-Jährige spielt seit Wochen auf Topniveau und erreichte bei den US Open sein erstes Grand-Slam-Finale. Mit Beginn der Hallen-Events hat sich Zverev weiter gesteigert, zwei Titel geholt und beim Masters von Paris Rafael Nadal entzaubert. Wie das geht? Tennis-Legende Ivan Lendl liefert im Eurosport Legenden-Vodcast die Erklärung.

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Als Alexander Zverev vor zwei Jahren bei den ATP Finals in London den Titel holte und damit seinen bis heute größten Erfolg feierte, rieben sich viele die Augen. Im Halbfinale zwang der Hamburger damals Roger Federer in die Knie, im Endspiel Novak Djokovic - jeweils in zwei Sätzen.
Für den achtmaligen Grand-Slam-Turniersieger Ivan Lendl ist das ebenso wenig überraschend wie die jüngsten Topleistungen des 23-Jährigen in Köln und vor allem Paris-Bercy.
"Diese halbschnellen Beläge wie in Paris oder London" seien die perfekte Basis für Zverevs Spiel, so der 60-Jährige exklusiv bei Eurosport. "Die Bälle kommen perfekt in seine Vorhand, nicht zu hoch und nicht zu flach."

Darum funktioniert Zverevs beste Waffe

Ein weiterer Faktor: Zverevs wichtigste Waffe für einfache Punkte funktioniert in der Halle noch besser.
"Es gibt ja keinen Wind, sodass Sascha wesentlich besser aufschlägt. Seine Quote beim ersten Aufschlag ist höher und so bekommt er mehr Bälle in die Zone zurück, aus der er angreifen kann", analysiert Lendl. "Das ist der Grund, weshalb er da so viel stärker ist als draußen."
Das beste Beispiel für die höhere Durchschlagskraft auf der Vorhand und beim Service sei Zverevs 6:4, 7:5-Erfolg im Halbfinale von Paris-Bercy gegen Rafael Nadal gewesen. "Man konnte sehen, wie schwer es für Rafa war. Er konnte seine Rückhand kaum umlaufen und musste mehr auf der Rückhand spielen als je zuvor."
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Highlights: So machte Zverev gegen Nadal das Finale klar

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Nadal, so Lendl, habe das "Match nicht kontrollieren" können.
Erst im Finale stand Zverev mit Daniil Medvedev ein Kontrahent gegenüber, der das Spiel auf den Hallenbelägen genauso gut beherrscht - an diesem Tag sogar ein wenig besser. Dennoch grämte sich der Weltranglistensiebte nach der 7:5, 4:6, 1:6-Niederlage nicht.

Plötzlich Favorit: Zverev in London hoch gehandelt

Warum auch? Zverev gehört zusammen mit Medvedev und Novak Djokovic zu den Topfavoriten bei den ATP Finals, die am kommenden Sonntag beginnen. Die Chancen auf den zweiten Triumph in der Londoner O2-Arena stehen nicht schlecht.
Und auch in Sachen Grand-Slam-Titel zeigte sich Deutschlands Nummer eins vor wenigen Tagen im Interview mit der "Sport Bild" optimistisch. Er sei "sehr nah dran" am großen Wurf, erzählte Zverev.
Das einzige Problem dabei: Keiner der vier Grand-Slam-Wettbewerbe ist als Hallen-Event ausgeschrieben.
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Zverev verliert Endspiel gegen Medvedev

Quelle: SNTV

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