Thiem nimmt Zverev, Medvedev und Tsitsipas in die Pflicht
Dominic Thiem hat sich nach seiner 6:4, 6:7 (2:7), 4:6-Niederlage gegen Daniil Medvedev im Endspiel der ATP Finals zur Zukunft seines Sports geäußert. Der Österreicher nahm dabei nicht nur sich selbst, sondern auch Alexander Zverev, Stefanos Tsitsipas und Medvedev in die Pflicht genommen. Es reiche nicht, nur Erfolg zu haben, wolle man in die Fußstapfen von Federer, Nadal und Djokovic treten.
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Ob als Sieger, Verlierer, Analyst der Tennis-Szene oder einfach nur als Mensch - Dominic Thiem hinterlässt in allen Lagen einen sehr guten Eindruck.
Auf der Pressekonferenz nach dem Endspiel der ATP Finals war der Österreicher mal wieder als Analyst gefragt gewesen.
Wie er die Zukunft seines Sports sehe, welche Rolle ihm selbst und jungen Top-Profis wie Medvedev, Tsitsipas oder Zverev denn zufalle, wurde Thiem gefragt.
Die Antworten waren klar, durchdacht, reflektiert - und das, obwohl er gerade zum zweiten Mal in Folge dabei gescheitert war, die ATP Finals zu gewinnen.
Thiem nimmt Kollegen in die Pflicht
"Unsere Herausforderung besteht darin, dass wir gute Leistungen bringen, dass wir bei den großen Turnieren toll spielen, dass wir riesige Stars werden", betonte Thiem und nahm damit Bezug auf die überragende Rolle, die Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray für die Entwicklung des Tennissports gespielt haben und noch immer spielen.
Der Weltranglistendritte nahm sich und seine Generation in die Pflicht, denn es gehe längst nicht nur darum, persönliche Erfolge zu feiern.
"Roger, Rafa, Nole und auch Andy haben so viel getan für den Sport, haben so viele Menschen zum Tennis gebracht. Die Zeit aber wird kommen, wenn sie nicht mehr dabei sind, und dann wird es so wichtig, all' die Tennisfans bei unserem großartigen Sport zu halten."
Wann endet die Zeit von Djokovic, Nadal und Federer?
Die Wachablösung der sogenannten Big 3, von vielen Experten seit Jahren herbeigeredet, sieht Thiem zwar noch nicht ganz gekommen, die Machtverhältnisse aber hätten sich schon ein wenig verschoben. "Wir haben bewiesen, dass wir mit den Legenden mithalten, sie schlagen können - und dass wir die größten Turniere gewinnen können", so der 27-Jährige
Gleichwohl glaubt Thiem, dass Djokovic, Nadal und Federer "noch ein paar Jahre um jeden großen Titel mitspielen" werden.
Und dann? "Danach sind wir dann die Favoriten", so Thiem, der sicher ist, dass "auf den Tennissport spannende Zeiten" zukommen. Wenn die neue Generation ihre Herausforderung besteht ...
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