Alexander Zverev: Ruhiger Saisonausklang? Das ist der Plan des Olympiasiegers Richtung ATP Finals

Olympiasieger, zweifacher Masters-Champion und Grand-Slam-Halbfinalist - 2021 ist bis dato das erfolgreichste Jahr in der Karriere von Alexander Zverev. Obwohl sich die Saison langsam dem Ende neigt, kann von einem ruhigen Ausklang keine Rede sein. Immerhin stehen noch etliche Highlights auf dem Kalender - allen voran die ATP Finals. Doch auch auf dem Weg dorthin gibt noch einiges abzusahnen.

Alexander Zverev

Fotocredit: Getty Images

Die Stimmung bei Alexander Zverev hätte fast nicht besser sein können.
Der Olympiasieger scherzte mit seinen Teamkollegen, klopfte freche Sprüche und reckte schließlich den glänzenden Laver Cup gemeinsam mit Kumpel Andrey Rublev in die Luft.
Spätestens beim prestigeträchtigen Einladungsturnier in Boston war nichts mehr zu sehen von Zverevs Frust über das dramatische Halbfinal-Aus bei den US Open gegen Novak Djokovic vor rund zwei Wochen.
"Der Laver Cup bleibt in Europa. Es hat Spaß gemacht, Teil dieses unglaublichen Teams zu sein", war im Anschluss auf den Sozialen Kanälen des 24-Jährigen unter dem obligatorischen Siegerfoto des europäischen Starensembles zu lesen.
Wie schon bei den drei Auflagen des Show-Wettkampfs zuvor sicherte sich das Team Europa um Zverev mit einem deutlichen 14:1 über die Auswahl "Rest der Welt" den Titel.
Es ist der vorläufige Höhepunkt eines herausragenden Kalenderjahres für Zverev. Und obwohl sich das Tennis-Jahr langsam aber sich dem Ende neigt, kann von einem ruhigen Saisonausklang keineswegs die Rede sein.
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Zverev klopft Sprüche: "Haben nur wegen mir gewonnen..."

Quelle: Eurosport

Indian Wells vor Augen - ATP Finals im Kopf

Immerhin stehen in diesem Kalenderjahr noch zahlreiche Highlights auf dem Programm. Allen voran die ATP Finals in Turin (14. bis 21. November), für das sich Zverev nach Djokovic, Daniil Medvedev und Stefanos Tsitsipas nun auch auf dem Papier qualifiziert hat.
Im Vorjahr erreichte der Champion von 2018 (damals noch in London) das Endspiel, musste sich dort jedoch dem frischgebackenen US-Open-Champion Medvedev geschlagen geben.
Aber der Reihe nach: Die erste Möglichkeit für Zverev, sein persönliches Titelkonto in diesem Kalenderjahr auf fünf hochzuschrauben (nur 2017 gewann er ebenfalls fünf Turniere), bietet sich in Indian Wells (4. bis 17. Oktober). Die Chancen für seinen Premierensieg stehen zweifelsohne nicht schlecht, zumal der fünffache Champion Djokovic seine Teilnahme am prestigeträchtigen Masters kürzlich abgesagt hatte.
Weiter als bis ins Achtelfinale (2016 gegen Rafael Nadal) hat es Zverev beim Turnier an der kalifornischen Westküste allerdings noch nicht geschafft. Zudem ist die Konkurrenz trotz des Ausfalls von Djokovic mit Tsitsipas, Medvedev und Rublev noch immer groß.
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Alexander Zverev mit dem Laver Cup 2021

Fotocredit: Getty Images

Zverev: 2021 schon jetzt das beste Jahr meines Lebens

Nach einem kurzen Abstecher bei den Erste Bank Open in Wien (25. bis 31. Oktober), bei dem unter anderem auch Tsitsipas und Matteo Berrettini voraussichtlich an den Start gehen werden, steht das Masters in Paris (1. bis 7. November) auf dem Programm.
Auch hier hat der Olympiasieger noch eine offene Rechnung zu begleichen. Im vergangenen Jahr musste er sich ebenfalls Medvedev im Endspiel geschlagen geben. Ob es zu einer Revanche kommen wird, ist allerdings offen, da weder Zverev noch Medvedev bislang ihre Teilnahme zugesichert haben.
Bevor es schließlich zum großen Saisonfinale, den ATP Finals, nach Turin geht, ist in Zverevs Terminkalender als Generalprobe noch das ATP-250-Event in Stockholm (7. bis 13. November) vermerkt. Der Titel in der schwedischen Hauptstadt fehlt der deutschen Nummer eins noch in seiner Trophäensammlung.
Doch Titel hin oder her, Zverev hatte vor Kurzem bereits jetzt ein positives Fazit für das Kalenderjahr 2021 gezogen. "Wenn ich kein anderes Match und nur die Goldmedaille gewonnen hätte, wäre es das beste Jahr meines Lebens gewesen", erklärte er im "n-tv"-Interview.
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Rublev zieht Zverev auf: Immer noch der Attraktivste?

Quelle: Perform

Becker prognostiziert Grand-Slam-Titel für Zverev

Obwohl es bei den US Open in New York abermals nicht für den ganz großen Wurf bei einem Grand Slam reichte, hält der 24-Jährige unverdrossen an seinen großen Ambitionen fest. "Ich habe zwei Riesenziele vor mir. Das sind natürlich die Grand Slams und die Nummer eins der Welt zu werden", so Zverev weiter.
Einen weiteren Schritt in Richtung Weltranglistenplatz eins könnte er sogar noch in diesem Kalenderjahr machen. Immerhin trennen den Hamburger, der gegenwärtig auf Rang vier des Rankings liegt, lediglich 590 Punkte von Tsitsipas und damit von einem Platz unter den Top-Drei.
Und wenn es nach Eurosport-Experte Boris Becker geht, dürfte sein zweites großes Ziel, ein Titel bei einem der vier Grand Slams, auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.
"Wenn er einfach so weitermacht, dann ist er für mich der nächste aus der jungen Garde, der an der Reihe ist, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen", prognostizierte der 53-Jährige im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball".
Dies ist allerdings noch Zukunftsmusik. Zunächst einmal gilt es, dem bisher erfolgreichsten Kalenderjahr seiner Karriere die Krone aufzusetzen.
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Laver Cup : 2021 Top 5 Shots

Quelle: Eurosport

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