Eurosport
ATP Finals Turin - Marc Rosset beklagt schwaches Teilnehmerfeld: "Die Leute wollen Nadal und Federer sehen"
Von
Publiziert 16/11/2021 um 11:10 GMT+1 Uhr
Tennis-Olympiasieger Marc Rosset zeigt sich enttäuscht vom schwachen Teilnehmerfeld der ATP Finals in Turin. Der Schweizer sehnt sich nach den glorreichen Jahren: "Ich kann mich, ehrlich gesagt, nicht erinnern, dort jemals ein so schwaches Feld gesehen zu haben.". Der TV-Experte sieht das Tennis aktuell in einer "Zeit des Übergangs" und hofft auf schnelle Veränderungen.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Nach Jahren der absoluten Dominanz von Nadal, Federer und Djokovic befindet sich der Sport aktuell in einer Übergangsphase. Während die Titel früher die großen Drei gemeinsam mit Andy Murray und Stan Wawrinka unter sich ausmachten, mangelt es im Teilnehmerfeld der ATP Finals laut Marc Rosset, Olympiasieger 1992, heute an großen Namen.
Der ehemalige Schweizer Topspieler und heutige TV-Experte beklagte gegenüber "RTS" das Teilnehmerfeld: "Die breite Öffentlichkeit will Spieler wie Nadal, Federer, Murray oder Wawrinka sehen. Nicht irgendwelche Jungs, die ihre Plätze durch ATP-250-Turniere bekommen haben."
Der ehemalige Weltranglisten-Neunte wählt drastische Worte und zeigt sich enttäuscht: "In den letzten Jahren wurde ja in London gespielt - ich kann mich, ehrlich gesagt, nicht erinnern, dort jemals ein so schwaches Feld gesehen zu haben."
Ernüchternde Worte des Schweizers, der aktuell für den französischsprachigen Schweizer Rundfunk "RTS" tätig ist. Rosset hofft aber auf Veränderungen im nächsten Jahr.
Rosset: "Zverev müsste nächstes Jahr ein Grand Slam gewinnen"
Auch über die beiden Neulinge Hubert Hurkacz und Casper Ruud kann sich Rosset nicht freuen: "Beide haben bei den Grand Slams nicht brilliert."
Weil es dem 52-Jährigen bei den diesjährigen ATP Finals an großen Stars fehlt, äußert er Hoffnungen auf eine Transformation im nächsten Jahr: "Qualifikation durch Titel bei ATP 250ern, ohne bei Grand-Slam- oder Masters-1000-Turnieren weit gekommen zu sein - es ist wirklich dünn. Wir erleben gerade eine Zeit des Übergangs. Zverev müsste nächstes Jahr ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, Tsitsipas wäre auch bereit sich einen Titel zu schnappen. Es würde dem nächsten ATP-Final mehr Ehre machen."
Das könnte Dich auch interessieren: Besondere Rede: Djokovic begeistert die Fans - doch eine Frage bleibt
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/11/15/3254625-66609768-2560-1440.jpg)
Erst holprig, dann souverän: Djokovic schlägt Ruud zum Auftakt
Quelle: SNTV
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung