ATP Finals Turin - Novak Djokovic von Alex Corretja in den höchsten Tönen gelobt: "Bin sehr beeindruckt"

Vor Beginn der ATP Finals in Turin hat Eurosport-Experte Alex Corretja die komplizierte Saison von Novak Djokovic in den höchsten Tönen gelobt. "Ich bin sehr beeindruckt von der Art und Weise, wie er mit der ganzen Situation umgegangen ist", sagte der Spanier im Interview. Der Serbe hatte aufgrund seines Impfstatus mehrere Turniere verpasst, darunter die Grand Slams in Melbourne und New York.

Novak Djokovic geht bei den ATP Finals an den Start

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Zudem verpasste Djokovic die Masters in Indian Wells, Miami, Montreal und Cincinnati. "Novaks Saison war ein einziges Durcheinander und er hat es, wie ich finde, sehr gut gemeistert", sagte Corretja, der sich sicher ist, dass der Belgrader unter den Umständen "so sehr gelitten hat, weil er Tennis genauso liebt wie alle anderen".
Obwohl Djokovic nur an Position sieben gesetzt ist, schlägt er als Mitfavorit im Pala Alpitour auf. Denn auch wenn er bei zahlreichen Events nicht an den Start gehen konnte, feierte er 2022 vier Turniersiege.
Djokovic gewann in Wimbledon, triumphierte beim Masters in Rom und setzte sich zudem bei den ATP-Turnieren in Tel Aviv und Astana durch, steht im laufenden Kalenderjahr bei einer Matchbilanz von 37:7.
In den Augen von Corretja "eine herausragende Saison" des 21-fachen Grand-Slam-Champions. "Er ist für mich ein Beispiel für Dominanz. Jedes Mal, wenn er spielt, kämpft er um den Turniersieg", adelte ihn Corretja.

Fragezeichen hinter Melbourne

In der Tat erreichte der Serbe bei seinen zurückliegenden vier Turnieren immer das Endspiel, unterlag in der vergangenen Woche beim Masters in Paris erst im Finale gegen Holger Rune 6:3, 3:6, 5:7.
Doch auch die Situation für 2023 ist unklar, hinter Djokovics Teilnahme in Melbourne steht erneut ein Fragezeichen. Vater Srdjan hatte vor wenigen Tagen Bedenken geäußert und erklärt: "Die Situation ist wieder dieselbe."
Gerade in der viel zitierten GOAT-Debatte ein schwerer Rückschlag für Djokovic. Denn in seiner Abwesenheit triumphierte Rivale Rafael Nadal 2022 in Australien und Frankreich und setzte sich mit seinem Major-Titeln 21 und 22 an die Spitze.
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Quelle: Eurosport

Corretja: "Wunderbar für den Tennissport"

"Er hat besonders gelitten, weil er darauf wartet, am Ende ihrer Karrieren der beste Spieler in der Geschichte zu sein", so der Spanier, der die Finals 1998 selbst gewann.
Corretja wünscht sich daher, Djokovic im kommenden Jahr regelmäßiger auf der Tour zu sehen. "Ich hoffe, dass er in der nächsten Saison alle Turniere und alle Veranstaltungen spielen kann, denn das wäre extrem gut für ihn", erklärte 48 Jahre alte Katalane.
Doch nicht nur für Djokovic selbst. "Es wäre auch wunderbar für den Tennissport, denn wenn einer der besten Spieler der Geschichte nicht bei den wichtigsten Turnieren mitspielt, verändert das definitiv die Dynamik und die Geschichte unseres Spiels", so Corretja.
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Zieht Djokovic mit Federer gleich?

Bei den ATP Finals in Turin tritt Djokovic nun definitiv an, greift im Pala Alpitour nach seinem sechsten Finals-Titel und würde damit mit Rekordchampion Roger Federer gleichziehen.
Allerdings liegt sein Triumph beim letzten bedeutenden Tennisturnier der Saison schon sieben Jahre zurück. 2015 gewann er damals noch in London.
Doch den Leistungen 2022 und insbesondere der vergangenen Wochen ist in Italien ohne Zweifel erneut mit Djokovic zu rechnen.
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Quelle: Perform

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