Alexander Zverev setzt bei ATP Finals erste Duftmarke in Turin und schlägt Andrey Rublev im Auftaktmatch

Alexander Zverev hat einen sehr guten Start bei den ATP Finals 2024 in Turin hingelegt. Der frischgebackene Masters-Champion von Paris bezwang im ersten Gruppenspiel Andrey Rublev aus Russland mit 6:4, 6:4. Damit stehen die Chancen auf den Halbfinaleinzug gut, zumal Mitfavorit Carlos Alcaraz zuvor bei der 1:6, 5:7-Niederlage gegen Casper Ruud spielerische und gesundheitliche Schwächen offenbarte.

Chancen eiskalt genutzt - die besten Szenen zum Zverev-Sieg

Quelle: SNTV

"Ein sehr solides Match, um in dieses Turnier zu starten", bilanzierte Alexander Zverev nach der Begegnung im Pala Alpitour, bevor er in der Inalpi Arena auf den Platz zurückkehrte - und vor leeren Tribünen nochmal rund 30 Minuten intensiv trainierte.
"Wir bekommen hier nicht viel Zeit auf dem Center Court, deswegen wollte ich dort ein paar Bälle schlagen. Es war ein gutes, aber sehr schnelles Match. Ich wollte einfach ein bisschen Rhythmus bekommen", sagte Zverev. Die zuletzt lädierte Lunge machte ihm aktuell keinerlei Probleme mehr.
"Es ist keine Fragen von Tagen, sondern eine Frage von Monaten. Ich fühle mich besser, gesünder und fitter auf dem Platz. Aber ich glaube nicht, dass ich bei 100 Prozent bin", sagte Zverev, der berichtete, vor dem Laver Cup in Berlin im September aufgrund von hohem Fieber im Krankenhaus gelandet zu sein. Bei einem CT habe sich herausgestellt, dass "25 Prozent" der Lunge nicht funktionieren. Er fühle sich nun aber "wieder fit", so Zverev.

Rublev startet stark - aber Zverev macht die Breaks

Die Partie begann absolut ausgeglichen, beide Spieler servierten sehr stabil. Rublev kam bei seinen ersten drei Aufschlagspielen sogar auf die makellose Bilanz von 12:0 Punkten.
Eine nette Statistik, die den Weltranglistenachten aber nicht davor bewahrte, im siebten Spiel das erste Break (3:4) des Matches zu kassieren.
Zverev nahm den Vorteil mit, bestätigte das Break und brachte den ersten Satz nach 35 Minuten sicher nach Hause.
Ein abgeklärter Auftritt des Hamburgers, der sich nur wenige Fehler leistete und bei der einzigen Breakchance des Satzes da war.

Zverev nutzt BreakChancen eiskalt

Der zweite Durchgang bot zunächst dasselbe Bild wie der erste über weite Strecken. Beide Kontrahenten ließen beim Aufschlag nichts anbrennen.
Dieses Mal dauerte es bis zum neunten Spiel, ehe Zverev eiskalt zuschlug und sich das Break zum 5:4 sicherte.
Bei eigenem Aufschlag machte der 27-Jährige nach 72 Minuten per Ass den Sieg und damit den Traumstart in Turin perfekt.

Zverev gegen Ruud, Alcaraz schon unter Druck

Schlüssel zum Erfolg war die Tatsache, dass Zverev seinem Kontrahenten das Service bei zwei Breakmöglichkeiten zweimal abnahm, während er selbst keinen Breakball gegen sich zuließ.
Darüber hinaus spielte der Finals-Sieger von 2018 und 2021 aggressiver und lag auch bei den Winnern (22:10) deutlich vorne.
"Gegen ihn weiß ich, dass ich vom ersten bis zum letzten Punkt komplett konzentriert sein muss. Andrey ist einer der aggressivsten Spieler, die wir auf der Tour haben. Es ist auch schwer, gegen ihn aufzuschlagen. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass er meine Aufschläge gut liest", analysierte Zverev im Gespräch mit "Sky".
Am Mittwoch bekommt es Zverev im zweiten Spiel mit Casper Ruud (ab 20:30 Uhr im Liveticker) zu tun, der sein erstes Match gegen Vorjahresfinalist Carlos Alcaraz überraschend mit 6:1, 7:5 gewann. Der Spanier, der gesundheitlich angeschlagen nach Turin kam, trifft nun auf Rublev und steht dabei gewaltig unter Zugzwang.
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(mit SID)
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Alcaraz patzt gegen Ruud - die besten Szenen der Partie

Quelle: SNTV


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