ATP Finals - Jannik Sinner wirklich stärker als Carlos Alcaraz? Andrea Petkovic und Patrik Kühnen geben die Antwort

Es gibt seit längerem keinen Zweifel mehr daran, dass Carlos Alcaraz und Jannik Sinner derzeit die stärksten Tennisspieler der Welt sind. Die vergangenen acht Grand-Slam-Titel teilten der Spanier und der Italiener untereinander auf, doch wer ist der Bessere? Die Ex-Profis und heutigen TV-Experten Andrea Petkovic und Patrik Kühnen schwärmen von beiden Spielern - und sehen dennoch Unterschiede.

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Quelle: Perform

Carlos Alcaraz und Jannik Sinner dominieren die Szene. Der Spanier hat mit seinen 22 Jahren bereits sechs Grand-Slam-Turniere gewonnen und steht auf Rang zwei der Weltrangliste.
Der 24-jährige Sinner aus Italien holte bislang vier Grand-Slam-Titel und rangiert auf Platz eins.
Alcaraz und Sinner sind demzufolge die Top-Favoriten bei den ATP Finals in Turin (9. bis 16. November).
Sinner geht als Titelverteidiger in dieses Event, als formelle Nummer eins - aber ist er wirklich stärker als Alcaraz?

Petkovic: "Halle ideales Umfeld für Sinner"

"Ich sehe Alcaraz ein bisschen vorne im spielerischen Sinne, aber Sinner immer leicht vorne in der Halle", sagt Andrea Petkovic im Rahmen einer "Sky Sport" Presserunde auf Nachfrage von Eurosport.de. "Wenn er sich in einem Labor die perfekten Voraussetzungen für sein Spiel malen könnte, wären sie genau dort: in der Halle, ohne äußere Einflüsse wie Wind oder Sonne. Er ist ja sehr hellhäutig und reagiert auf Hitze - das hat man in Cincinnati und bei den US Open gesehen. In der Halle spielt er einfach sein bestes Tennis, das ist das ideale Umfeld für ihn."
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Carlos Alcaraz (li.) und Jannik Sinner (re.)

Fotocredit: Getty Images

Vor allem das Service von Sinner profitiere von den Indoor-Bedingungen: "Er hat ohnehin einen sehr guten Aufschlag, auch wenn er natürlich kein John Isner oder Alexander Zverev ist. In der Halle aber gewinnt er ein paar Prozente bei der ersten Aufschlagsquote hinzu, vielleicht auch ein paar Stundenkilometer - und dann wird es enorm schwierig, gegen ihn zu spielen."
Bei Alcaraz sei dies anders: "Carlos mag, das sagt er ja selbst, die schnelleren Beläge traditionell eher weniger. In der Halle wird er seinen Weg aber sicher noch finden, davon bin ich überzeugt. Trotzdem sehe ich Jannik dort im Vorteil, während ich Carlos insgesamt, rein vom spielerischen Potenzial her, minimal stärker finde - vielleicht um 0,01 Prozent. Es ist wirklich schwierig zwischen den beiden, da entscheidet oft die Tagesform", so die ehemalige Top-Ten-Spielerin aus Darmstadt.

Kühnen: "Spielerisch ein Fan von Alcaraz"

Der dreimalige Davis-Cup-Champion Patrik Kühnen, der die ATP Finals genauso wie Petkovic als Experte bei "Sky" begleiten wird, schätzt die beiden Superstars ähnlich stark ein: "Ich bin spielerisch ebenfalls ein Fan von Alcaraz, weil bei ihm die Freude am Tennis so spürbar ist. Er lacht auch mal über einen Fehler, steckt ihn leicht weg. Spielerisch sehe ich Sinner im Moment vorne, vor allem in der Halle und insbesondere auf Hartplatz. Mit seiner aktuellen Form und seinem Selbstvertrauen ist er dort extrem stark, auch mit Blick auf Turin", so Kühnen.
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Alcaraz sichert sich Titel in Tokio

Quelle: SNTV

"Ich weiß gar nicht, wann Sinner zuletzt ein Hallenmatch auf Hartplatz verloren hat. Das ist schon lange her, weil er an der Linie steht, die Bälle früh nimmt, und nichts verspringt - alles ist kalkulierbar. Dadurch spielt er unglaublich druckvoll und stark. Wenn er dich im Ballwechsel einmal im Griff hat, lässt er dich nicht mehr raus. Der Druck, den er erzeugt, ist einfach zu groß."
Oder in Zahlen ausgedrückt: Sinner hat seine vergangenen 27 Partien auf Hallen-Indoor-Belägen allesamt gewonnen.
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Sinner nach Titel-Premiere: "Egal was jetzt in Turin passiert ..."

Quelle: Perform


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