ATP Halle: Alexander Zverev übergibt sich im Viertelfinale gegen Flavio Cobolli und zieht trotzdem ins Halbfinale ein

Alexander Zverev hat das Halbfinale in Halle erreicht. Die deutsche Nummer eins schlug den Italiener Flavio Cobolli im Viertelfinale in zwei Sätzen 6:4, 7:6 (8:6) und ließ sich dabei auch von einer Schrecksekunde zu Beginn nicht aus der Ruhe bringen, als er aufgrund von Übelkeit eine plötzliche Toilettenpause nehmen musste. In der Runde der letzten Vier wartet nun der Russe Daniil Medvedev.

Highlights: Zverev übersteht Übelkeit und zieht ins Halbfinale ein

Quelle: Eurosport

Das Match in der OWL Arena begann durchaus kurios: Nachdem Zverev gleich im ersten Aufschlagspiel des Italieners ein Break gelungen war, musste er während seines eigenen ersten Services eine unfreiwillige Pause einlegen. Zunächst stützte sich der Deutsche auf seinem Schläger ab, ehe er mit knappen Worten Richtung Schiedsrichter und einem Sprint in den Katakomben verschwand.
Wie er gestenreich in Richtung seiner Box andeutete und später im Interview bestätigte, musste sich Zverev übergeben.
"Mir ging's am Anfang nicht so gut. Es kam sehr plötzlich. Ich habe mich davor völlig okay gefühlt, währenddessen nicht so und zehn Minuten später war es eigentlich wieder okay", sagte der 28-Jährige nach der Partie achselzuckend: "Ich weiß auch nicht, was es war. Danach war es aber ein ziemlich gutes Match."
Nach einer Toilettenpause von knapp drei Minuten kehrte der Weltranglistendritte jedoch wieder auf den Platz zurück und hielt seinen Aufschlag.
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Magenbeschwerden! Zverev sprintet mitten im Match vom Platz

Quelle: Eurosport

Zverev schlägt sich selbst aufs Knie

Zverev wirkte für kurze Zeit etwas angeschlagen, Cobolli erarbeitete sich im vierten Spiel drei Breakchancen – doch Zverev blieb bei sich, wehrte die Breakbälle und fing sich im Laufe des ersten Satzes wieder.
Als er sich während eines Ballwechsels unfreiwillig seinen Schläger aufs eigene Knie schlug, hatte der 28-Jährige sogar schon wieder gut lachen und grinste über seinen kleinen Fauxpas.
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Da muss er selbst lachen: Zverev haut sich Schläger aufs Knie

Quelle: Eurosport

Zverev erholt sich - und behält die nerven

Danach wirkte Zverev wieder stabiler. Ein Spaziergang war das Match für den Weltranglistendritten danach aber trotzdem nicht: Cobolli, der vor den French Open in Hamburg gewonnen hatte, erwies sich als äußerst widerspenstig, konnte aber auch keinen seiner insgesamt sechs Breakbälle nutzen.
Zverev verteidigte seinen knappen Vorsprung und sicherte sich nach 48 Minuten verdient den ersten Durchgang (6:4).
Im zweiten Satz ließen beide Spieler bei eigenem Service nur wenig zu. Zverev konnte zwei Breakchancen nicht nutzen, weshalb der Tiebreak die Entscheidung bringen musste.
Genau wie im Achtelfinale gegen Cobollis Landsmann Lorenzo Sonego behielt dort Zverev erneut die Oberhand. Nach 1:41 Stunden verwandelte der Deutsche seinen zweiten Matchball.
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Erleichterung pur: Zverev verwandelt zweiten Matchball gegen Cobolli

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Halle: Zverev jetzt gegen Angstgegner Medvedev

Im Halbfinale wartet mit Daniil Medvedev nun das erste große Kaliber auf Zverev.
Der Russe, der im Viertelfinale den US-Amerikaner Alex Michelsen ausgeschaltet hatte, darf getrostet als Angstgegner des Deutschen bezeichnet werden: Aus den letzten 13 direkten Duellen ging Zverev nur zwei Mal als Sieger hervor.
"Er ist einer der härtesten Gegner meiner Karriere", sagte Zverev über den Mann, gegen den er so oft gespielt hat wie gegen keinen zweiten, betonte aber: "Ich freue mich."
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Zverev im Interview: "Musste mich plötzlich einfach übergeben"

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Beide hatten zuletzt im Halbfinale der Australian Open 2024 gegeneinander gespielt, Medvedev gewann nach einem 0:2-Satzrückstand. Insgesamt führt der Russe im Head-to-Head gegen den Deutschen 12:7.
Zverev tritt zum neunten Mal in Halle an, zum dritten Mal kann er nun das Finale erreichen. Gewonnen hat er das Turnier noch nicht. 2016 unterlag er im Endspiel Florian Mayer, 2017 Roger Federer.
(mit SID)
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"Sehr quatschig!" Zuschauer irritiert Zverev - Publikum lacht

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