Alexander Zverev teilt in Halle gegen seine Kritiker aus: "Es sind immer alle überrascht, wenn ich ein Tennismatch gewinne"
VonThomas Gaber
Update 17/06/2025 um 16:38 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev bereitet sich in dieser Woche bei den Terra Wortmann Open in Halle auf das Rasen-Highlight in Wimbledon vor. Nach seiner laut eigener Aussage überraschenden Finalteilnahme in Stuttgart strebt Deutschlands Nummer eins nach dem Titelgewinn in München den zweiten Turniersieg 2025 an. Die Kritik an seinen Leistungen in dieser Saison kann der 28-Jährige derweil nicht nachvollziehen.
Zverev zu Fritz: "Komm nicht mehr nach Deutschland!"
Quelle: SNTV
Nach der eher enttäuschenden Sandplatzsaison und einer kleinen Auszeit nach den French Open hat Alexander Zverev wieder Lust auf Tennis.
"Ich komme gerne nach Halle. Ich habe hier zweimal Finale gespielt und zuletzt auch in Stuttgart. Ich gehe das Ganze sehr positiv an", sagte Zverev am Dienstag in Halle.
Generell fühlt sich der Olympiasieger von Tokio immer wohler auf Rasen. "Ich habe 2024 in Wimbledon bis zu meiner Verletzung mein bestes Tennis des Jahres gespielt", so Zverev, der vor einem Jahr auf dem "heiligen Rasen" - von einer Knieblessur gehandicapt - im Achtelfinale in fünf Sätzen gegen Taylor Fritz verlor.
Dass er in der Vorwoche in Stuttgart das Endspiel (Niederlage ebenfalls gegen Fritz) erreicht hatte, überraschte Zverev selbst. Er habe das Turnier am Weissenhof eher "als Trainingswoche gesehen. Ich habe sehr viel trainiert, was nicht normal ist für eine Turnierwoche. Die Finalteilnahme war daher ein sehr gutes Ergebnis", fand der 28-Jährige.
"Sind immer alle überrascht, wenn ich ein Match gewinne"
Seinem Traum vom Grand-Slam-Titel jagt Zverev noch immer hinterher. Auch das Ziel, Weltranglistenerster zu werden, hat er noch nicht erreicht. Nach den French Open fiel er hinter Paris-Sieger Carlos Alcaraz auf Rang drei zurück.
Doch Zverev will den Dominatoren Alcaraz und Jannik Sinner nicht kampflos das Feld überlassen. "Die beiden sind verdient da oben, sie sind schon ein Level über allen anderen momentan. Aber danach komme schon ich. Ich muss halt schauen, dass ich die beiden ein bisschen einhole jetzt", sagte er - und gab seinen Kritikern gleich eine mit.
"Es sind immer alle unfassbar überrascht, wenn ich ein Tennismatch gewinne. Ich bin die Nummer drei der Welt und auch im ATP Race, obwohl ich ja so ein schlechtes Jahr spiele, wie es viele sehen", erklärte Zverev.
Schon nach seinem Viertelfinal-Aus bei den French Open hatte der 28-Jährige die Eurosport-Experten Boris Becker und Barbara Rittner kritisiert.
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