ATP Masters Madrid: Alexander Zverev geht nach dem Turniersieg in München mit Rückenwind auf seinen Lieblingsplatz
VonJan Zesewitz
Publiziert 24/04/2025 um 08:48 GMT+2 Uhr
Ein vorerst letztes Mal geht Alexander Zverev als topgesetzter Spieler in ein Masters-Turnier. In Madrid hat der Weltranglisten-Zweite schon gute Erfahrungen gemacht. 2018 und 2021 konnte er das Turnier in der "Caja Magica" gewinnen, 2022 scheiterte er im Finale an Carlos Alcaraz. Vor seinem Auftaktmatch bezeichnete er das Manuel-Santana-Stadion als seinen Lieblingscourt.
Zverev legt in Madrid los: Titel in München "gibt Selbstvertrauen"
Quelle: Perform
"Das Erste, woran ich denke, wenn ich in Madrid ankomme, ist, dass ich mich auf dem Tennisplatz wohlfühlen werde", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Turnierstart. "Es ist eines meiner Lieblingsturniere. Der Center Court ist mein Lieblingsplatz."
Dort hat Zverev in seiner Karriere erst zweimal verloren - beide Male gegen Alcaraz. Zu einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Topstars könnte es erst im Finale kommen. Ein gutes Ziel für Zverev: "Wenn ich hier das Finale erreiche, bin ich zufrieden."
Hinter der Teilnahme seines spanischen Rivalen steht nach dessen Niederlage in Barcelona gegen Holger Rune allerdings noch ein Fragezeichen.
Die deutsche Nummer eins geht nach einem bisher durchwachsenen Frühjahr mit Selbstvertrauen in sein Auftaktmatch in der Runde der letzten 64 gegen Altmeister Roberto Bautista Agut. Er triumphierte zum dritten Mal bei den BMW Open in München.
Lob an das Publikum - Kritik an Doping-Kontrollen
Das Heimturnier gewann der Hamburger auch dank Unterstützung des Publikums, wie er in Madrid sagte. "In München war das Publikum unglaublich. Im Viertelfinale gegen Griekspoor war ich mental komplett weggetreten, und die Zuschauer haben mich wieder zurückgeholt, und dank des Publikums habe ich gewonnen."
Gerade in diesem knappen Spiel gegen den Niederländer Tallon Griekspoor musste sich Zverev auch mit Zwischenrufen eines einzelnen Zuschauers auseinandersetzen. "Aber hey, es gibt immer und überall ein oder zwei Idioten", meinte der 28-Jährige. "Das passiert in jeder Sportart dieser Art. Im Fußball, im Rennsport, im Tennis, überall. So ist es nun einmal, so ist der Sport."
Zum Spitzensport gehören auch Dopingkontrollen. Im Tennis ist das Thema nach den Fällen von Jannik Sinner und Iga Swiatek prominenter auf der Tagesordnung, Zverev beklagte auf der Pressekonferenz vor allem die Kontrollen der Anti-Doping-Agenturen.
"Das ist ärgerlich, denn es ist als würde mir ein Stück Lebensfreiheit genommen", sagte Zverev mit Blick auf die stete und kurzfristige Verfügbarkeit der Athleten gegenüber den Kontrolleuren.
"Ende letzten Jahres wollte ich meine Tochter vom Flughafen abholen. Mein Termin war um 7 oder 8 Uhr morgens, und sie kamen um 21 Uhr. Sie riefen mich an und sagten, ich müsse wiederkommen. Ich sagte: 'Ich kann nicht, ich muss eine Dreijährige abholen." Aber ich musste zurück, egal was passiert."
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Quelle: Perform
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