ATP-Masters Madrid: Alexander Zverev spielt "das beste Tennis seines Lebens" - Hamburger kämpft gegen Durststrecken
Update 22/04/2026 um 12:04 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev zählt beim ATP-Masters in Madrid (22. April bis 3. Mai) zu den Favoriten auf den Titel. In der spanischen Hauptstadt kämpft der Hamburger jedoch gegen zwei Durstrecken zugleich an: In der Caja Mágica war für den 29-Jährigen in den jüngsten drei Jahren stets früh Schluss, darüber hinaus haftet ihm ein Halbfinal-Fluch an. Andrea Petkovic wähnt Zverev aber auf dem richtigen Weg.
Petkovic über Zverev: "Er spielt das beste Tennis seines Lebens"
Quelle: Eurosport
Die Erinnerungen an Madrid sind einzigartig.
2018 und 2021 eroberte Alexander Zverev in der spanischen Hauptstadt den Titel, 2022 stand er dort ein weiteres Mal im Endspiel. Seitdem herrscht Ebbe. Dreimal in Folge war im Achtelfinale Schluss, die einzigartige Beziehung zur Caja Mágica fing an zu bröckeln.
Zwischen 22. April und 3. Mai kehrt die ATP-Tour nach Madrid zurück - und Zverev will dort neben ebenjenem Achtelfinal-Fluch auch einer weiteren Durststrecke ein Ende bereiten.
In neun seiner letzten zehn Halbfinals musste sich der Hamburger nämlich geschlagen geben. Laut Andrea Petkovic befindet er sich aber auf dem richtigen Weg.
Zverev spielt "das beste Tennis seines Lebens"
"Ich glaube, er spielt das beste Tennis seines Lebens", erklärte die 38-Jährige in einem Interview mit dem "SID" vor dem Auftakt in Madrid.
Dabei bezieht sie sich vor allem auf die aggressivere Herangehensweise seitens Zverev auf dem Court, die ihm in der laufenden Saison bereits viermal in die Runde der letzten Vier verhalf - und zwar bei den Australian Open sowie bei den Masters-Turnieren von Indian Wells, Miami und Monte-Carlo.
In jeglicher Hinsicht eine eindrucksvolle Ausbeute, der Sprung ins Finale sollte ihm jedoch jeweils verwehrt bleiben. In einer Welt, in der Überflieger namens Jannik Sinner und Carlos Alcaraz einen Meilenstein nach dem anderen erreichen, vermögen solche Erfolgsläufe aber immer mehr zu verblassen.
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Highlights: Zverev chancenlos gegen fulminanten Cobolli
Quelle: Eurosport
"Ein Halbfinale zu erreichen ist sehr, sehr schwierig", merkte Eurosport-Experte Boris Becker daher an, führte jedoch aus: "Aber natürlich ist es für ihn nicht zufriedenstellend, neun von zehn zu verlieren. Das weiß er auch."
Für den dreimaligen Wimbledonsieger steht fest: "Ich denke, dass er kurz davor steht, ein großes Turnier zu gewinnen. Er ist nicht weit davon entfernt, hat es aber offensichtlich noch nicht geschafft", so Becker. "Er hat dieses Jahr viermal gegen Sinner verloren. Es ist keine Schande, gegen Sinner zu verlieren. Aber wenn er weiter ein bisschen stärker an die Tür klopft, wird sie sich vielleicht öffnen."
Zverev und die Frage der Belastung
Eine große Hilfe dabei wäre, dass sich Zverev seine jüngste Erkenntnis zu Herzen nimmt.
"Carlos und Jannik machen es schon schlau, dass sie nicht jede Woche spielen", erläuterte er nach seinem Halbfinal-Aus beim ATP-Turnier in München gegen den Italiener Flavio Cobolli.
Zählt man seine Ausflüge in die Welt des Doppels mit, kommt Zverev im Jahr 2026 bereits auf 37 Spiele. Bei Alcaraz (25) und Sinner (28) sind es deutlich weniger Einsätze auf dem Court, den Superstars bleibt also mehr Zeit zur Regeneration. Ein Umstand, der in den entscheidenden Momenten - etwa im Halbfinale - zum Zünglein an der Waage wird.
Zverev befindet sich seit einigen Monaten im Wandel, weshalb davon auszugehen ist, dass der 29-Jährige auch in dieser Hinsicht seine Schlüsse ziehen wird.
"Natürlich haben wir mit Jannik Sinner und Carlos Alcaraz das Nonplusultra an der Spitze", meinte Petkovic. "Aber wenn Sascha so weitermacht, bin ich davon überzeugt, dass sich für ihn ein Weg ergeben wird. Das hat er sich verdient."
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