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Alexander Zverev, Jenson Brooksby oder Nick Kyrgios - kommen Tennisprofis bei Ausrastern zu leicht davon?
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Publiziert 25/03/2022 um 20:39 GMT+1 Uhr
In Acapulco hatte Alexander Zverevs Attacke auf den Schiedsrichterstuhl für Aufsehen gesorgt. In Indian Wells verpasste Nick Kyrgios einen Balljungen nur knapp mit seinem Schläger. Nun heizt ein gefährlicher Schlägerwurf des US-Amerikaners Jenson Brooksby gegen Federico Coria beim ATP-Turnier in Miami die Diskussionen wieder an: Muss die ATP stärker gegen Unsportlichkeiten vorgehen?
Alexander Zverev (li.) und Jenson Brooksby (re.)
Fotocredit: Getty Images
Jenson Brooksby suchte reumütig den "Balljungen" auf und bat um Entschuldigung. Er hatte dem Mann mit einem gefährlichen Schlägerwurf einen Schrecken eingejagt und erneut eine Diskussion angefacht, die seit Alexander Zverevs Ausraster in Acapulco schwelt.
Kommen die rücksichtslosen Tennisstars mit ihren Fehltritten zu leicht davon? Zuletzt häuften sich die Vorfälle.
Erst sorgte Zverev mit seiner wilde Attacke gegen den Schiedsrichterstuhl im Februar für Kopfschütteln, dann zwang Nick Kyrgios vergangene Woche einen Balljungen, in Deckung zu gehen.
Nun also Brooksby, der mit einem Schlägerwurf beim Masters in Miami einen Balljungen leicht traf. Der 21-Jährige wurde für sein Vergehen beim 3:6, 6:2, 6:3-Erstrundenerfolg gegen den Argentinier Federico Coria nur mit einer Punktstrafe belegt.
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Der Zverev-Eklat im Video: Das brachte ihn zum Ausrasten
Quelle: SNTV
"Ballkindern werden fast die Köpfe oder Beine abgeschlagen. Schiedsrichter schrecken vor schwingenden Schlägern zurück, die auf sie zukommen", schrieb Rennae Stubbs bei Twitter. Die einstige Weltranglistenerste im Doppel aus Australien forderte die ATP auf, zu handeln.
Brooksby postete nach dem Match ein Foto von sich mit dem Balljungen und bat um Entschuldigung - wie die anderen "Sünder" zuvor auch. "Ich werde daraus lernen und auf und neben dem Platz weiter wachsen", schrieb er bei Instagram.
Brooksby-Gegner Coria fordert Disqualifikation
Beim Stand von 4:1 im dritten Satz hatte er sein Racket weggeschleudert, es schlug zweimal auf dem Hartplatz auf und berührte dann den Balljungen, der erschrocken in Deckung ging, am Bein und Fuß.
Sein Gegner Coria hatte für die Aktion wenig Verständnis. "Wenn man jemanden auf dem Platz angreift, sollte das eine direkte Disqualifikation bedeuten", sagte der 30-Jährige, der nach der Szene mit dem Schiedsrichter diskutierte: "Wenn ich das mache oder irgendein Latino, dann spielen wir drei Monate lang nicht mehr."
Im aktuellen Fall hätte erst eine Verletzungsfolge zum sofortigen Spielende geführt, wie einst bei Novak Djokovic, der 2020 bei den US Open eine Linienrichterin mit einem Ball traf.
Zverev wurde in Acapulco disqualifiziert, durfte mit einer Geldbuße und einer achtwöchigen Sperre auf Bewährung aber beim nächsten Turnier wieder antreten. Für viele Experten wurde die Messlatte mit der Bestrafung zu tief angelegt.
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(SID)
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ATP Indian Wells : Zverev in press conference take a look back at his behaviour in Acapulco
Quelle: SNTV
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