Was macht Jannik Sinner während seiner Dopingsperre? Zwischen Fashion Week und privatem Training in Monte-Carlo
Update 26/02/2025 um 10:41 GMT+1 Uhr
Die Dopingsperre gegen Jannik Sinner ist mittlerweile in Kraft, auf der ATP-Tour geht alles seinen gewohnten Gang. Aus dem Fokus gerät die italienische Nummer eins der Welt dadurch nicht, denn zur Verwunderung von so manchem Beobachter darf Sinner trotz strengster Auflagen im Monte-Carlo Country Club trainieren. Darüber hinaus machte der Superstar einen Abstecher zur Fashion Week in Mailand.
Jannik Sinner und Anna Wintour bei der Milan Fashion Week 2025
Fotocredit: Getty Images
Sein Lächeln hat Jannik Sinner jedenfalls nicht verloren.
Ob neben dem französischen Unternehmer und Milliardär François-Henri Pinault oder der Mode-Zarin und Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour: Von den Sorgen der vergangenen Monate - der dreimonatigen Dopingsperre - war dem Italiener nichts anzumerken.
Als Markenbotschafter von Gucci war Sinner am Dienstag bei der Eröffnung der Fashion Week in Mailand natürlich ein Platz in der ersten Reihe vorbehalten, ruhig und gelassen konnte er das Modeschauspiel vor seinen Augen verfolgen.
Ein Umstand, der durchaus ungewöhnlich ist. Immerhin gehen seine ärgsten Verfolger rund um Alexander Zverev und Carlos Alcaraz zurzeit rund um die Welt auf Punktejagd.
Sinner darf auf Masters-Court trainieren
Während seiner Dopingsperre, die bis 4. Mai dauuert, scheint Sinner aber vor allem eine Sache in den Fokus zu rücken - den mentalen Aspekt.
Skifahren, Golf, ein Ausbruch aus dem Alltag des Profisports: Im Gegensatz zu seinen Rivalen schaltet Sinner mitten in der Saison ab - abgesehen davon, dass er dazu gezwungen ist. Diese unfreiwillige Freizeit weicht aber schon bald der Vorbereitung auf sein Comeback im Mai.
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WADA zum Fall Sinner: "Dopingszenario ausgeschlossen"
Quelle: Perform
Laut eines Berichts der "Gazzetta dello Sport" wird Sinner sein Training vorwiegend im Monte-Carlo Country Club absolvieren, wo zwischen 6. und 13. April das erste Sandplatz-Masters der laufenden Saison stattfindet. Aber steht das nicht im Widerspruch mit den Auflagen seiner Dopingsperre?
Bis 13. April ist es Sinner laut WADA-Reglement nämlich verboten, jegliche professionelle Sporteinrichtungen zu betreten - selbst als Zuschauer. Auf den ersten Blick würde das den erwähnten Country Club miteinbeziehen.
Da die Sportanlage jedoch privat geführt ist und sich nicht im Besitz eines nationalen Verbandes befindet, darf Sinner mit Ausnahme des Turnier-Zeitraumes dort trainieren. So geht Sinner der aufwendigen Suche nach einer Privatvilla samt Tennisplatz und Fitnessstudio aus dem Weg und findet nahe seiner Wahlheimat in Monaco perfekte Bedingungen vor.
Fitnesscoach und Physiotherapeut an Sinners Seite
Sobald der Country Club vorübergehend seine Pforten für Sinner schließt, wird der dreimalige Grand-Slam-Sieger seine Vorbereitung in der spanischen Küstenstadt Marbella fortsetzen.
Die erste Phase setzt den Fokus vor allem auf den athletischen Aspekt, in der kommenden Woche steigt Sinner mit Fitnesstrainer Marco Panichi und Physiotherapeut Ulises Badio an seiner Seite in das Training ein.
Bis 13. April gelten übrigens auch zwei weitere strenge Auflagen. Die Zusammenarbeit mit Sparringspartnern, die selbst als Profispieler gemeldet sind, und der Kontakt zu seinem Trainer Darren Cahill sind dem 23-Jährigen untersagt.
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