ATP München - Dominic Thiem lobt Benjamin Ebrahimzadeh nach Auftaktsieg: Österreicher erkennt "Fortschritte"

Dominic Thiem freute sich über seinen Auftakterfolg beim ATP-Turnier in München, wenngleich Constant Lestienne schon nach 44 Minuten das Handtuch warf. "Gut gefühlt", habe sich der Österreicher, wie er auf der Pressekonferenz erzählte: "Generell war ich mit dem ersten Satz zufrieden." Auch, weil die Zusammenarbeit mit dem neuen Coach Benjamin Ebrahimzadeh bereits erste Früchte zu tragen scheint.

Dominic Thiem beim ATP-Turnier in München

Fotocredit: Getty Images

Nach 44 Minuten hatte Dominic Thiem plötzlich Feierabend. Im Auftaktspiel des zweiten Satzes lief Gegner Constant Lestienne zur Schiedsrichterin, deutete auf sein linkes Bein und gab das Duell verloren. Der "überraschte" Österreicher zog damit – schon etwas früher als erwartet - in die zweite Runde beim ATP-Turnier in München ein.
Das verfrühte Ende des Aufeinandertreffens bedauerte Thiem allerdings kaum.
"Ich glaube, dass jeder lügt, der sagt, er hätte das Match gerne zu Ende gespielt. Gewonnen ist gewonnen", erklärte Dominic Thiem auf der Pressekonferenz: "Auf höchster Ebene kann immer etwas passieren. Von daher nehme ich es mit, wenn der Gegner aufgibt."
Dabei sprach vieles dafür, dass der US-Open-Champion von 2020 auch ohne die Verletzung seines Kontrahenten als Sieger vom Court gegangen wäre. Trotz zweier verlorener Aufschlagspiele hatte der 29-Jährige den ersten Durchgang souverän 6:3 für sich entschieden - gleich vier Mal hatte er dem Franzosen den Aufschlag abgenommen.
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Dominic Thiem beim ATP-Turnier in München

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Thiem zufrieden mit Ebrahimzadeh

"Es hat sich gut angefühlt. Ich hatte gute Vorbereitungstage", freute sich Thiem, der am Donnerstag in der zweiten Runde auf den Schweizer Marc-Andrea Hüsler trifft, nach dem Duell: "Zu Beginn war ich ein bisschen nervös, was aber auch normal ist. Aber generell war ich mit dem Satz zufrieden."
Vor den Augen seines neuen Coaches Benjamin Ebrahimzadeh, der ihn schon in Monte-Carlo betreut hatte, zeigte sich der 101. der Weltrangliste erneut verbessert. Im exklusiven Interview hatte der 43 Jahre alte Trainer am Montag von einer "guten Chemie" berichtet. "Ich merke, wie Dominic die Dinge annimmt und wie wir vorankommen. Dann macht jeder Job Spaß", hatte der ehemalige Davis-Cup-Spieler erklärt.
"Ihm macht es sicher Spaß", scherzte Thiem nun auf Nachfrage von Eurosport.de erst lachend, konnte die lobenden Worte anschließend an seinen neuen Coach aber nur zurückspielen. "Es passt super. Wir haben sehr hohe Umfänge gemacht und mit hoher Intensität trainiert. Ich habe das Gefühl, dass das genau das ist, was ich momentan brauche", berichtete die frühere Nummer drei der Weltrangliste.

Resultate im Hintergrund

Der Erfolg stellte sich wohl sogleich ein: Schon nach wenigen Tagen trägt die Zusammenarbeit erste Früchte, wie der Österreicher meinte. Gerade das Empfinden auf dem Court, die Sicherheit des eigenen Spiels und das Gefühl für die Schläge rückten in den Vordergrund, sagte Thiem auf und betonte: "Da sind definitiv Fortschritte zu sehen."
Die Ergebnisse stehen dagegen zunächst eher im Hintergrund. Gegen Holger Rune hatte Thiem am zurückliegenden Mittwoch in Monte-Carlo zwar deutlich 2:6, 4:6 verloren, gegen den späteren Finalisten aber dennoch "eine starke Partie gespielt. Solche Kaliber können zurzeit eben früh kommen", so der Österreicher.
Von daher seien die Resultate momentan ohnehin eher mit Vorsicht zu genießen.
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Thiem-Trainer Benjamin Ebrahimzadeh (r.)

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Thiem glücklich: "Es war ein guter Tag"

Am Dienstag in München stimmten im ersten Satz – vor der Aufgabe von Lestienne - dagegen sowohl Leistung als auch Resultat.
Anstelle eines zweiten oder möglicherweise gar dritten Satzes suchte Thiem am Dienstagabend umgehend noch einen der Übungsplätze am Aumeisterweg auf - nichts Besonderes in Anbetracht der nur 44 Minuten langen Matchdauer, wie der Indian-Wells-Gewinner von 2019 erklärte. "Im Match hat man fast nie so ein gutes Gefühl wie im Training. Das haben wir uns dann auf dem Trainingscourt wieder zurückgeholt. Insofern war es ein guter Tag", resümierte Thiem zufrieden.
Geht der Aufwärtstrend für den Österreicher an der Seite von Ebrahimzadeh weiter, könnte es für ihn von diesen noch einige geben - womöglich schon am Donnerstag in München.
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