Dominic Thiem wirbt in München für Offenheit mit psychischen Problemen: "Sollte für alle normal sein"

Dominic Thiem hat sich beim ATP-Turnier in München erneut dafür stark gemacht, offen mit psychischen Problemen umzugehen. "Es sollte nicht nur für mich, sondern für alle vollkommen normal sein, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu holen, wenn man sie braucht", sagte der Österreicher bei der Pressekonferenz nach seinem Auftaktmatch gegen Constant Lestienne auf Nachfrage von Eurosport.de.

Dominic Thiem beim ATP-Turnier in München

Fotocredit: Imago

Der ehemalige Weltranglistendritte hatte immer wieder offen darüber gesprochen, an psychischen Problemen zu leiden. Kürzlich erklärte er, inzwischen mit einem Mentaltrainer zusammenzuarbeiten. "Das hilft mir sehr", hatte der 29-Jährige betont.
Sowohl für den Sport als auch das Privatleben gelte, dass man an allem arbeite, sei es am Körper oder dem generellen Wohlbefinden. "Insofern ist es vollkommen normal, dass man auch etwas für den Kopf macht. Das gehört genauso dazu und ist wahrscheinlich das Wichtigste, das es überhaupt gibt", betonte Thiem am Dienstagabend am Aumeisterweg.
Daher wünschte sich der 29-Jährige auch gesellschaftlich einen offeneren Umgang mit dem Thema. "Es wäre schön, wenn es noch lockerer und normaler wäre und zur normalsten Sache der Welt würde. So müsste das sein", machte Thiem auf der Pressekonferenz deutlich.
Welche Dinge der Österreicher und sein Mentaltrainer im Detail angehen, sei "zu komplex" um es zu erklären, sagte Thiem, um eine Antwort mit einem Lächeln dennoch kurz und pointiert nachzuschieben: "Alles."
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