Masters Paris: Novak Djokovic holt sich alleinigen Rekord zurück und ist Meister aller Klassen
Novak Djokovic gewinnt in Paris sein 37. Masters-Turnier. Ein gewohntes Bild - und doch etwas Besonderes für den 34-Jährigen, der seit den US Open nicht mehr auf der Tour angetreten war und dennoch gleich wieder triumphierte. Beflügelt von seiner Familie zeigte Djokovic nicht nur Daniil Medvedev, dass die Wachablösung im Tennis vielleicht begonnen hat - aber noch längst nicht vollzogen ist.
Novak Djokovic gewann in Paris seinen 37. Masters-Titel
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Der Gewinn großer Titel ist für Novak Djokovic längst Routine geworden, sein insgesamt 86. Turniersieg auf der ATP-Tour war für die Nummer eins der Welt aber aus mehreren Gründen ein besonderer.
Zum einen schwang sich der 34-Jährige mit seinem 37. Masters-Titel vor seinen Dauerrivalen Rafael Nadal (36 Masters-Titel) und Roger Federer (28) wieder zum alleinigen Rekordsieger dieser Turnier-Kategorie auf.
Zum anderen revanchierte sich Djokovic im Beisein seiner kompletten Familie für die bittere Final-Niederlage bei den US Open im September bei Daniil Medvedev. Sowohl Frau Jelena, als auch seine beiden Kinder Stefan (7 Jahre) und Tara (4 Jahre) waren in der Halle - und bekamen die ersten Umarmungen des Vaters respektive Ehemanns ab.
"Es ist das erste Mal, dass meine beiden Kinder gemeinsam mit dabei sind", verriet Djokovic nach dem Spiel in seiner Siegerrede: "Das ist ein wunderschönes Gefühl."
Novak Djokovic: Keine Matches? Kein Problem!
Djokovics Familie, längst nicht immer dabei, bewies ein gutes Gespür bei der Auswahl des Spiels. 4:6, 6:3, 6:3 hieß es nach 2:16 Stunden Tennis auf allerhöchstem Niveau, das die Zuschauer mehrfach von den Sitzen riss.
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Novak Djokovic umarmt seine Kinder
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Dass der 20-fache Grand-Slam-Sieger nach fast zwei Monaten ohne Match auf einem solch hohen Level zurückkehren würde, war nicht abzusehen - und ist ein klarer Fingerzeig an die meist jüngere Konkurrenz.
Seit dem verlorenen US-Open-Finale am 12. September (4:6, 4:6, 4:6 gegen Medvedev) hat Djokovic kein Match mehr bestritten, stattdessen Zeit mit seinen Liebsten verbracht. Während die Konkurrenz beim Laver Cup, in Indian Wells oder Wien auflief, fiel Djokovic allenfalls durch kontrovers diskutierte Interviews auf.
Verunsichert hat den Djoker die fehlende Matchpraxis in Paris offensichtlich nicht, auch wenn er auf dem Weg zum Titel drei Sätze abgeben musste. Auch im Finale gegen Medvedev, aktuell Weltranglistenzweiter, ging Satz eins in die Hose.
Dann aber zeigte sich einmal mehr der Djokovic, der weite Strecken des Kalenderjahres 2021 beherrscht hatte und sich einzig im olympischen Halbfinale von Tokio gegen Alexander Zverev (6:1, 3:6, 1:6) und eben im Finale der US Open vor rund acht Wochen eine Dominanz-Pause nehmen musste.
Djokovic: Die GOAT-Frage stellt sich eigentlich nicht
Es sind die Momente in Bedrängnis, in denen Djokovic regelmäßig zu seiner besten Version mutiert. Zverev bezeichnete ihn deshalb kürzlich als "mental stärksten Spieler der Welt" und dürfte mit dieser Einschätzung nicht alleine sein.
Für viele ist der Serbe nicht nur der psychisch Stärkste, sondern ganz einfach der Größte aller Zeiten, der "GOAT" (Greatest of all Time), wie es so schön heißt. Das sagte Medvedev bereits in New York. Ein Blick in die gängigsten Statistiken stützt diese These.
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Novak Djokovic
Fotocredit: Getty Images
Djokovic hat genau wie Federer und Nadal 20 Grand-Slam-Titel gesammelt, ist aber der einzige der "Big Three", der jedes der vier Majors mindestens zwei Mal gewinnen konnte - ebenso wie die neun Masters-Turniere.
Zudem kann er eben auch insgesamt die meisten Masters-Titel vorweisen und hat sowohl gegen Nadal (30:28), als auch gegen Federer (27:23) eine positive Match-Bilanz.
Mit 346 Wochen stand er außerdem am längsten an der Spitze der Weltrangliste. Hinter ihm folgen Federer (310 Wochen), Pete Sampras (286 Wochen), Ivan Lendl (270 Wochen), Jimmy Connors (268 Wochen) und eben Nadal (209 Wochen).
Die Frage nach der Wachablösung
All diese historischen Bestmarken wirken noch beeindruckender, wenn man sich vor Augen führt, dass Djokovic mit 34 Jahren noch lange nicht am Ende seines Schaffens sein muss - Nadal (35) und Federer (40) sind aufgrund ihrer körperlichen Probleme jedenfalls aktuell meilenweit vom Djoker entfernt.
In Paris machte der Serbe einmal mehr deutlich, dass die Wachablösung im Tennis vielleicht im Gange, aber noch längst nicht vollzogen ist.
Die "Big Three" mögen Geschichte sein - der "Big One" hat sich aber gerade zum siebten Mal zum Jahresende die Pole Position der Weltrangliste gesichert. Auch das ist ein Rekord.
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Tennis der Extraklasse! Djokovic kürt sich zum Masters-König
Quelle: SNTV
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