Andrea Petkovic springt Alexander Zverev in Diskussion um schlechte Bälle in Rom zur Seite: "Eine Katastrophe"
Update 21/05/2025 um 22:49 GMT+2 Uhr
Andrea Petkovic hat Alexander Zverev in der Diskussion um die mangelhaften Tennis-Bälle der Firma Dunlop verteidigt. Der Weltranglistendritte hatte die Filzkugeln nach seinem Viertelfinalaus beim Masters in Rom gegen Lorenzo Musetti als "Witz" bezeichnet und seine Kritik am Rande des Heimturniers in Hamburg noch einmal bekräftigt. Petkovic bezeichnete die Bälle ebenfalls als "Katastrophe".
Highlights: Zverev erleidet Rückschlag bei Heimturnier
Quelle: SNTV
Auf der ATP-Tour gibt es aktuell gefühlt kaum einen Tag ohne Diskussion um das wichtigste Spielgerät: den Ball.
In der technisch anspruchsvollen Sportart nehmen die Filzkugeln einen besonders hohen Stellenwert ein. Zuletzt hatte Zverev die Bälle des Herstellers Dunlop als "komplett tot" beschrieben, generell sei die "Qualität seit Corona extrem zurückgegangen", so die deutsche Nummer eins in Hamburg.
Während zunächst Eurosport-Experte Mats Wilander Verständnis für die Kritik des 28-Jährigen aufbringen konnte, pflichtete nun auch Andrea Petkovic Zverev bei.
"Ich kann es total nachvollziehen. Ich habe mit den Bällen gespielt und die sind eine Katastrophe", sagte die frühere Weltklasse-Spielerin gegenüber Eurosport bei einem Medientermin anlässlich der Berlin Tennis Open (live auf Eurosport und discovery+), bei denen Petkovic als Director of Excitement fungiert.
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Andrea Petkovic und Alexander Zverev verstehen sich gut
Fotocredit: Imago
Petkovic versteht Diskussion: "Bälle gehen wirklich gar nicht"
Petkovic, die als TV-Kommentatorin beim Masters in Rom vor Ort war, habe selbst das zweifelhafte Vergnügen gehabt, die Bälle zu testen: "Es haben sich ja einige Spieler beschwert, auch Daniil Medvedev hat ein paarmal was dazu gesagt. Ich dachte ehrlich gesagt: 'Die Spieler sind einfach verwöhnt'", verriet die 37-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht.
"Dann habe ich aber ein paarmal mit diesen Bällen gespielt und die gehen wirklich gar nicht. Sie werden sehr langsam, sehr groß, man kann kaum Winner schlagen." Ähnlich hatte auch die Kritik von Zverev an den Filzkugeln gelautet.
Einen Gefallen habe sich der Weltranglistendritte mit seiner drastisch geäußerten Kritik allerdings "natürlich nicht" getan, entgegnete Petkovic auf Eurosport-Nachfrage.
Petkovic: Zverev hat sich mit Kritik keinen Gefallen getan
"Als Tennisspieler in emotionalen Momenten sagt man manchmal Dinge, die man nachher gerne zurücknehmen würde - ich denke, dass er sich jetzt genau das wünscht. Nicht, weil er nicht weiterhin so denkt, sondern weil er einfach jedes Mal wieder darauf angesprochen wird und es erklären muss", fügte sie hinzu.
Als Ausrede für seine Niederlage gegen Musetti könne Zverev die Ball-Problematik allerdings nicht anführen, erklärte Petkovic: "Hat er deswegen das Match verloren? Nein, der Gegner spielt ja mit den gleichen Bällen. Daher denke ich, dass er sich wünscht, er hätte es nicht gesagt. Aber er hat da schon einen Punkt und es ist kein Zufall, dass sich immer wieder Spieler darüber beschweren."
Bleibt abzuwarten, wie sich diese Diskussion im Tennis weiter entwickelt.
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Quelle: Eurosport
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