ATP Masters Shanghai: Alexander Zverev hadert mit Gesundheit - und spricht brisantes Thema im Hinblick auf Alcaraz und Sinner an

Richtig viel Lust aufs Tourleben scheint Alexander Zverev gerade nicht zu verspüren. Erst der Rücken, dann der dicke Zeh: Irgendwas zwickt immer. "Mal sehen, ob ich in diesem Jahr nochmal vollständig gesund sein werde", sagte der Hamburger nach dem mühsamen Auftakt beim ATP Masters in Shanghai, einem der letzten Höhepunkte einer langen und aufreibenden Tennissaison. Und noch etwas störte Zverev.

Zverev wird deutlich: So werden Alcaraz und Sinner bevorzugt

Quelle: SNTV

Er "hasse es", betonte Alexander Zverev nach seinem Sieg gegen den französischen Qualifikanten Valentin Royer (6:4, 6:4), wenn die Beläge überall beinahe gleich zu spielen seien.
"Ich weiß, dass die Turnierdirektoren das machen, weil sie offensichtlich wollen, dass Jannik und Carlos bei jedem Turnier gut abschneiden - und das ist es, was die beiden bevorzugen", führte der 28-Jährige, hinter Alcaraz und Sinner die Nummer drei der Weltrangliste, aus.
Werden die beiden Ausnahmespieler durch immer langsamere Bedingungen wirklich bevorteilt? Zumindest steht Zverev mit seiner Meinung nicht alleine da.
Roger Federer hatte die Diskussion eröffnet, in einem Podcast des früheren Weltranglistenersten Andy Roddick stellte der 20-malige Grand-Slam-Champion die These auf, dass sich die Turniere mit den Belägen und Bällen ein "Sicherheitsnetz" bauen, damit Alcaraz und Sinner den Weg ins Finale möglichst unfallfrei finden.

Sinner kontert: "Weder Carlos noch ich machen die Courts"

Zverev stimmte Federer zu - und löste damit Unverständnis bei Sinner aus. "Weder Carlos noch ich machen die Courts, es ist nicht unsere Entscheidung", antwortete der Südtiroler. Außerdem, sagte er: "Wir versuchen uns immer den Bedingungen anzupassen. Für mich fühlen sich die Courts jede Woche immer noch leicht unterschiedlich an." Er habe zudem schon auf schnellerem Untergrund hervorragendes Tennis gespielt.
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Highlights: Verletzungssorgen überschatten Zverev-Sieg

Quelle: SNTV

Zverev sieht dennoch eine eindeutige Entwicklung. Vor zehn Jahren "konntest du nicht das fast gleiche Tennis auf Rasen, Asche oder Hartplatz spielen", betonte er. "Heute geht das. Ich bin kein Fan davon, ich finde, Tennis braucht unterschiedliche Spielstile. Daran fehlt es derzeit." Auch Federer bemängelt die fehlende Vielfalt.

Die Realität: Alcaraz und Sinner hängen alle ab

Die drückt sich derzeit vor allem in den Siegerlisten aus: 2024 und 2025 teilten sich Sinner und Alcaraz alle acht Grand-Slam-Titel untereinander auf, sie trotzten dabei erfolgreich den Bedingungen - nicht nur auf den Hartplätzen von Melbourne und New York, dem Rasen in Wimbledon oder dem Sand von Paris. Zverev und all die anderen sind längst abgehängt.
In Shanghai, auf einem üblicherweise schnellen Hardcourt, stand Zverev bislang einmal (2019) im Finale, mehrfach unterlag er früh. Nun trifft er in der dritten Runde auf den Franzosen Arthur Rinderknech (Montag ab 12:30 Uhr im Livescoring), gegen den er in Wimbledon in Runde eins völlig überraschend ausgeschieden war.
Begleiten werden ihn die Schmerzen im Herbst einer kraftraubenden Saison und das Echo der Belag-Debatte, das er selbst verstärkt hat.
(SID)
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Sinner dominiert Duell mit Altmaier - Highlights

Quelle: Eurosport


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