Alexander Zverev blickt mit Selbstkritik auf Aus in Shanghai und den Verlauf der Saison: "Rundum schreckliches Tennis"
Alexander Zverev hat es beim ATP Masters in Shanghai nicht geschafft, seiner Jahresbilanz einen zweiten Titel hinzuzufügen. Nach dem mühsamen Auftakt gegen den französischen Qualifikanten Valentin Royer ging er in der 3. Runde gegen dessen Landsmann Arthur Rinderknech trotz einer Satzführung in die Knie. Eine Bauchlandung, der ein ganzes Paket an Problemen vorausging.
Zverev trotz Satzführung raus gegen Rinderknech - die besten Szenen
Quelle: SNTV
Es ist schon merkwürdig, was da rund um das Masters von Shanghai passiert.
Carlos Alcaraz? Verzichtete kurzfristig auf eine Teilnahme und führte Regenerationsgründe an. Jannik Sinner? Brach seine Drittrundenpartie gegen Tallon Griekspoor ab und humpelte mit schmerzenden Krämpfen aus der Arena. Alexander Zverev? Kam im ersten Match ungeschickt auf dem rechten großen Zeh auf, quälte sich durch, um dann in Runde drei nach gutem Start kraft- und saftlos auszuscheiden.
Die Top 3 des ATP-Rankings hängen in den Seilen. Das hat viel mit der Hitze bei hoher Luftfeuchtigkeit zu tun, die derzeit bei den asiatischen Turnieren herrscht.
Hinzu kommt das hohe Belastungsniveau, dass sich alle drei auferlegen. Alcaraz absolvierte bereits 74 Matches in dieser Saison, mehr als jeder andere Profi. Bei Sinner sind es trotz dreimonatiger Sperre 49 Partien, bei Zverev sind es 69.
Zverev quält sich durch die Saison: "Es ist echt ein Kampf"
Der Verschleiß ist enorm. "Mal sehen, ob ich in diesem Jahr noch einmal vollständig gesund sein werde", ließ Zverev in Shanghai mit einer gewissen Portion Sarkasmus wissen. "Es ist echt ein Kampf." Dazu plagte sich der Hamburger zuletzt mit Rückenproblemen herum.
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Alexander Zverev ist derzeit nicht zufrieden mit seiner Leistung
Fotocredit: Getty Images
Er habe den Eindruck, dass die gesundheitlichen Baustellen "einfach nicht aufhören. Es war ein hartes Jahr in körperlicher Hinsicht. Das letzte Mal, dass ich ein Turnier schmerzfrei gespielt habe, waren die Australian Open", erläuterte Zverev, der beim Grand Slam in Melbourne erst im Endspiel an Sinner scheiterte.
Seitdem konnte der 28-Jährige sein Potenzial - mit Ausnahme des Turniersiegs auf Sand in München - nicht mehr voll entfalten. Spätestens seit den US Open zeigt die Formkurve noch steiler nach unten.
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Zverev wird deutlich: So werden Alcaraz und Sinner bevorzugt
Quelle: SNTV
In Flushing Meadows war in Runde drei Endstation, beim Laver Cup verlor er beide Einzel, in Peking und Shanghai kam für Deutschlands Nummer eins das Aus in Runde drei. Es ist fast verwunderlich, dass sich Zverev trotz seiner wilden Achterbahnfahrt durchs Jahr noch immer auf Position drei der Weltrangliste hält.
Zverev übt Selbstkritik: "Kein Selbstvertrauen, keinen Glauben"
Es ehrt den Hamburger, dass er nach der Enttäuschung gegen Arthur Rinderknech in Shanghai keine Ausflüchte suchte, sondern klipp und klar zugab: "Ich habe einfach kein Selbstvertrauen, keinen Glauben an meine Schläge. Mein Jahr war schrecklich, ich spiele einfach rundum schreckliches Tennis."
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Highlights: Verletzungssorgen überschatten Zverev-Sieg
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Immerhin: Noch besteht die Chance, Großes zu erreichen in dieser Saison. Nicht unbedingt beim umstrittenen Six Kings Slam in Saudi-Arabien, wohl aber beim Masters in Paris oder den ATP Finals in Turin. Es wird vor allem eine körperliche Frage sein im Fall von Zverev.
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