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ATP Wien - Alexander Zverev muss sich Jannik Sinner im Finale geschlagen geben: "Jannik, du gehst uns auf den Sack"
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Update 26/10/2025 um 18:15 GMT+1 Uhr
Alexander Zverev hat das Finale beim ATP-Turnier gegen Jannik Sinner verloren. Der deutsche Weltranglistendritte musste sich dem Italiener nach 2:28 Stunden mit 6:3, 3:6, 5:7 geschlagen geben. Der 28-Jährige zeigte sich dabei allerdings im Vergleich zu den vergangenen Wochen stark verbessert - als einzigem Spieler im Turnier gelang es ihm zudem, dem Weltranglistenzweiten einen Satz abzunehmen.
Zverev kann Sinner im Finale trotz Führung nicht stürzen
Quelle: SNTV
Alexander Zverev ließ nach seiner vergebenen Chance kurz den Kopf hängen, dann fiel er Jannik Sinner bitter lächelnd am Netz in die Arme. Deutschlands Tennisstar hat beim ATP-Turnier in Wien trotz einer sehr starken Leistung den Überraschungssieg verpasst.
Im Finale musste sich der Weltranglistendritte dem topgesetzten und favorisierten Italiener nach einer Satzführung noch mit 6:3, 3:6, 5:7 geschlagen geben.
Für Zverev war es nach den Australien Open im Januar die zweite schmerzhafte Endspiel-Niederlage gegen den Südtiroler in diesem Jahr.
"Jannik, du gehst den Spielern allen so auf den Sack. Die letzten zwei Jahre. Entspann dich mal, wir wissen, dass du der beste Spieler der Welt bist. Lass mich auch mal was gewinnen", scherzte Zverev nach dem verlorenen Finale in Richtung des Südtirolers, nur um ihm dann fair zu gratulieren: "Höchstverdient gewonnen, herzlichen Glückwunsch!"
In einer komplizierten Saison wartet der Hamburger weiter auf seinen zweiten Titelgewinn nach dem von München im April. Der viermalige Grand-Slam-Sieger Sinner hingegen jubelte über den insgesamt 22. Karriere-Titel und den vierten Sieg im achten Match gegen Zverev.
Zverev trumpft im ersten Satz auf
Nach zahlreichen Rückschlägen in den vergangenen Monaten stellte das Duell mit Sinner für Zverev einen wichtigen Formtest dar: "Mal sehen, wo ich wirklich stehe", hatte er im Vorfeld seiner ersten Finalteilnahme seit Juni gesagt.
In Melbourne, wo sich die beiden das bislang letzte Mal gegenübergestanden hatten, war Zverev in drei glatten Sätzen noch chancenlos gewesen.
Er müsse deshalb "das beste Tennis spielen, das man spielen kann, um überhaupt eine Chance zu haben", ergänzte Zverev - um seinem Vorhaben dann zu Beginn sehr nahe zu kommen. Auf dem Hallen-Hartplatz von Wien bewegte sich Zverev gut und spielte mutig auf.
Der Lohn: Ein frühes Break im ersten Satz.
Sinner trotzt Oberschenkelproblemen
Auf dem Weg zum ersehnten Titelgewinn ließ er sich auch im Anschluss nicht aus der Ruhe bringen. Vom befürchteten Klassenunterschied war nichts zu sehen: Zverev blieb aufmerksam und aggressiv, agierte erfrischend oft am Netz und schlug stark auf. Sinners erster Satzverlust im laufenden Turnier war nach 47 Minuten die logische Konsequenz.
Doch Sinner wurde von dem Rückschlag regelrecht wachgeküsst. Der Wimbledonsieger nutzte im zweiten Durchgang auch kleinere Schwächen seines Kontrahenten gnadenlos aus. Zur Freude der Fans in Wien sparten beide Spieler in einer hochklassigen Partie nicht mit Highlights.
Im Entscheidungsdurchgang setzte Zverev seinen beeindruckenden Weg zurück zu alter Stärke fort und stellte Sinner immer wieder vor Aufgaben. Auf spektakuläre Weise wehrte er gleich mehrere Breakbälle Sinners ab. Letztlich behielt der Italiener aber trotz augenscheinlicher leichter Oberschenkelprobleme die Oberhand, weil er in der Schlussphase sein bestes Tennis anbot.
Dennoch wird Zverev die österreichische Hauptstadt mit einem positiven Gefühl verlassen können, wie er auf der Siegerehrung andeutete: "Die letzten Wochen waren nicht immer einfach, aber wir finden langsam einen Weg zurück zu gutem Tennis - diese Woche war eine unglaublich gute."
Trotz Niederlage: Zverev tankt viel Selbstbewusstsein
Für Zverev war das Turnier in Wien auf dem Weg zu den ATP Finals in Turin ab 9. November dennoch ein Lichtblick, auch wenn er in Österreich keinen absoluten Topgegner schlagen musste.
Sein zuletzt schwächelnder Körper schien ihm diesmal keine großen Probleme zu bereiten.
Nach den ATP Finals will Zverev zum Saisonabschluss auch noch die Finalrunde des Davis Cup in Bologna mit dem deutschen Team bestreiten.
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(SID)
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