Alexander Zverev steht nach seinem 50. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier im Viertelfinale der Australian Open.

Die Nummer sechs der Setzliste überzeugte gegen Lajovic mit kraftvollem, aber auch taktisch klugem Spiel. Zverev variierte in seiner Aufschlaghärte und streute auch Stops ein. In den entscheidenden Phasen bewies der 23-Jährige die stärkeren Nerven.

Australian Open
Viertelfinalkracher perfekt: Djokovic nimmt Zverev ins Visier
14/02/2021 AM 13:25

Die Statistiken sprechen für sich. Zverev gelangen 15 Asse bei nur drei Doppelfehlern. Dazu landeten 72 Prozent seiner ersten Aufschläge im Feld des Gegners.

"Ich bin froh, dass ich in drei Sätzen weiter bin", sagte der Deutsche im Interview mit Boris Becker und Matthias Stach nach dem Match. Lajovic habe ihm aber durchaus Probleme bereitet: "Er ist rausgekommen und hat unglaublich gespielt. Die ersten beiden Sätze war er auf extrem hohen Niveau."

Für Zverev lag das auch an den Bedingungen: "Heute war es viel kälter, das war das Hauptthema. Viel kälter und viel langsamer. Für Dusan waren die Bedingungen glaube ich perfekt", so der Deutsche: "Mein Aufschlag ist nicht so durch den Platz gegangen, wie in den vergangenen Matches. Es gab viel mehr Grundlinienduelle."

Highlights | Zverev zeigt starkem Lajovic die Grenzen auf

Becker: "Gute Körpersprache" bei Zverev

Dennoch behielt Zverev die Oberhand. Im ersten Satz konterte der 23-Jährige eine frühe 2:0-Spielführung des Serben mit zwei eigenen Breaks und sicherte sich am Ende mit 6:4 den Durchgang.

Lajovic war auch im zweiten Satz mehrfach kurz davor, das Match herumzureißen, doch in der Schlussphase packte Zverev, der zuvor zweimal entnervt seinen Schläger auf den Hartplatz der Rod Laver Arena gedonnert hatte, sein bestes Tennis aus.

Zverev scherzt: "Kann ja nicht sein, dass der Aufschlag langsam wird"

Ein Break zum 6:5 reichte dem Deutschen zwar noch nicht zum Satzgewinn, im Tiebreak behielt Zverev aber die Nerven. Der Knackpunkt im Spiel. Auch Eurosport-Experte Boris Becker zeigte sich von der "guten Körpersprache" des US-Open-Finalisten beeindruckt.

Zverev zieht mit Kiefer gleich

Im dritten Durchgang reichte dem Deutschen dann ein frühes Break zum zwischenzeitlichen 3:1. Nach zwei Stunden und 24 Minuten verwandelte Zverev seinen zweiten Matchball.

Mit Ass beim zweiten Aufschlag! So machte Zverev das Viertelfinale klar

Der Lohn ist sein insgesamt fünftes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier - er zog damit in der deutschen Bestenliste mit Nicolas Kiefer gleich. Nur drei deutsche Ex-Profis standen in ihren Karrieren noch häufiger in der Runde der letzten Acht: Boris Becker (23), Michael Stich (10) und Tommy Haas (8).

In der Runde der letzten acht wartet mit Novak Djokovic am Dienstag die wohl schwerstmögliche Aufgabe. Der Serbe, der das Turnier in Down Under bereits acht Mal gewinnen konnte, setzte sich in vier Sätzen gegen den Kanadier Milos Raonic durch.

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(mit SID)

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