Australian Open - Alexander Zverev hadert mit Favoriten-Debatte: "Gibt mir Feuer"
Alexander Zverev kommt bei den Australian Open in Fahrt, wird von Runde zu Runde souveräner. Der Erfolg gegen den als unbequem geltenden Adrian Mannarino war ein Ausrufezeichen. Umso verwunderter zeigte sich Zverev darüber, dass er in der Favoriten-Debatte eine Nebenrolle spielt. "Ich nehme das schon persönlich", zeigte sich der 23-Jährige fast ein wenig wütend - was ihm aber helfen könnte.
Alexander Zverev bei den Australian Open
Fotocredit: Eurosport
Diese Tennis-Experten.
"Die sehen ganz andere Spieler als Favoriten, obwohl ich finde, dass ich besser spiele als diese Spieler", macht Alexander Zverev im Exklusiv-Interview bei Eurosport unmissverständlich klar, was er von der Einschätzung der internationalen Fachleute hält.
Und: Es ihm nicht egal, es beschäftigt ihn. Zverev sieht's immerhin als Ansporn. "Das gibt mir Feuer", sagt Zverev.
Tatsächlich ist der Weltranglistensiebte derzeit auf höchster Betriebstemperatur. Mit zwei Dreisatzerfolgen in den Runden zwei und drei gegen Maxime Cressy und Adrian Mannarino vermied es Zverev, in der ersten Woche unnötig Kraft zu lassen.
Ein Malheur, das ihm in den vergangenen Jahren bei den Grand-Slam-Events nur allzu häufig unterlaufen ist.
Zverev trauert den Zuschauern nach
Vor dem Achtelfinale gegen Dusan Lajovic trüben eigentlich nur die neuen Rahmenbedingungen die Stimmung. "Es war schon sehr spannend und schön, mit Zuschauern zu spielen. Das haben wir fast seit einem Jahr nicht mehr gemacht. Wir werden sie vermissen", so Zverev im Hinblick auf den fünftägigen Lockdown, den der Bundesstaat Victoria verhängte.
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Zverev fehlt auf Favoritenliste: "Nehme das schon persönlich"
Quelle: Eurosport
Sportlich, so scheint es, ist der Boden bereitet für Zverev. Gegen Lajovic am Sonntag (live im TV bei Eurosport 1) ist der Blondschopf erneut glasklarer Favorit, die beiden bisherigen Duelle mit dem Serben hat er ebenfalls gewonnen.
Hinzu kommt: Der Hamburger ist dabei, seine Bauchmuskelprobleme zu überwinden. "Heute war es besser als vor zwei Tagen", betont Zverev, schränkt aber ein: "Ich serviere immer noch nicht voll und auch noch nicht die 230 km/h, die ich servieren kann. Vor allem auch nicht so konstant, wie ich es eigentlich kann."
Da ist schon eine Portion Understatement dabei, denn Fakt ist: Schmerzen hin oder her, der Aufschlag bei Deutschlands Nummer eins sitzt und ist die Waffe, die es braucht, um zu schnellen Punkten zu kommen.
Am Horizont winkt das Duell mit Djokovic
Noch sei aber Luft nach oben, unterstreicht der US-Open-Finalist von 2020. "Wenn dann die richtig wichtigen Spiele kommen, werde ich hoffentlich bei hundert Prozent sein.”
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Matchball Becker: Ein Tennistag fürs Geschichtsbuch
Quelle: Eurosport
Gemeint sind damit natürlich Duelle mit Spielern aus dem Top-Ten-Bereich. Dazu könnte es im Viertelfinale kommen. Der Gegner würde Novak Djokovic heißen, insofern der angeschlagene Branchenprimus fit wird und Milos Raonic im Achtelfinale schlägt.
Wenn Zverev tatsächlich auf Djokovic trifft und den Titelverteidiger aus dem Turnier kegelt, hätte wohl auch der letzte Experte begriffen, dass der 23-jährige Deutsche auf die Favoritenliste von Melbourne gehört.
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Das Gelbe vom Ball - der Tennis-Podcast von Eurosport:
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Winner soweit das Auge reicht: Zverevs beste Schläge gegen Mannarino
Quelle: Eurosport
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