Francesca Jones wurde mit dem Ektrodaktylie-Ektodermal-Dysplasie-Syndrom (EEC-Syndrom) geboren, einer seltenen Erkrankung, die unter anderem Entwicklungsprobleme bei Händen und Füßen verursacht. Die Britin hat deswegen nur drei Finger und einen Daumen an beiden Händen sowie nur drei Zehen an ihrem rechten Fuß und vier Zehen an ihrem linken Fuß.
Auf dem Platz hat die Erkrankung Auswirkungen auf ihre Schlägerhaltung - sie benutzt einen leichten Schläger und einen kleinen Griff. Außerdem hat sie aufgrund der fehlenden Zehen mit Gleichgewichtsproblemen zu kämpfen. Abseits des Platzes musste sie sich bereits mehreren Operationen unterziehen und verbrachte einige Zeit in ihrem Leben im Krankenhaus.
So wurde ihr eigentlich gesagt, dass sie es nicht schaffen würde, Tennis-Profi zu werden. Doch Jones biss sich durch. Gegenüber dem "Guardian" erzählte sie nun: "Der Grund, warum ich Tennisprofi geworden bin, ist, dass ich möchte, dass die Leute hoffentlich das Positive aus dem, was ich bisher geschafft habe, mitnehmen und sich selbst inspirieren."
Australian Open
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Ihr Motto lautet passend dazu: "Das Größte im Leben ist es, das zu tun, von dem die Leute sagen, dass man es nicht kann." Sie hoffe, dass sie einen positiven Einfluss auf Kinder und Menschen haben wird, die sich in einer ähnlichen Position wie sie befinden.

Jones überzeugt bei der Qualifikation in Dubai

Jones sagte: "Ich möchte, dass sich die Leute meine Geschichte anschauen, um daraus zu nehmen, was sie können." Sie fügte hinzu: "Dann sollen sie sich auch auf die kleinen oder großen Verbesserungen in meinem Spiel und der Art und Weise, wie ich aktuell Tennis spiele, konzentrieren."
Derzeit überzeugt Jones mit ihrem Auftreten auf dem Platz. Bei der Qualifikation für die Australian Open in Dubai setzte sie sich in der dritten Runde mit 6:0, 6:1 gegen Jiajing Lu aus China durch und steht damit im Hauptfeld in Melbourne.
In ihrem ersten Spiel gewann sie klar in zwei Sätzen (6:3, 6:2) gegen die Rumänin Monica Niculescu, Nummer 144 der Welt. Jones, selbst 322 der Weltrangliste, konnte zuvor noch nie eine Top-200-Spielerin schlagen. In der zweiten Qualifiaktionsrunde setzte sie sich gegen Jana Fett mit 7:6, 2:6, 6:1 durch.
Die 20-Jährige selbst weiß: "Ich habe noch so viel Raum für Verbesserungen. Ich hoffe, dass ich auf dem Platz schneller werde und mehr Kraft bekomme."
Jetzt fliegt sie aber erst mal nach Melbourne und steht beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres im Hauptfeld. Sie sagte gegenüber "BBC": "Ich bin einfach so glücklich, dass ich mich qualifiziert habe und freue mich riesig, jetzt nach Australien zu reisen."
Die Britin fügte hinzu: "Ich war noch nie dort, bin mir aber sicher, dass es eine unglaubliche Erfahrung sein wird."
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