Für die 14-tägige Quarantäne der Tennisspieler ist das Hotel "The Westin Melbourne" vorgesehen. Alle internationalen Athleten müssen nach ihrer Einreise zwei Wochen lang dort in Quarantäne bleiben, dürfen ihre Unterkunft jedoch täglich für fünf Stunden zum Training und zur Behandlung verlassen. Außerdem sollen die Sportler innerhalb dieses Zeitraums mindestens fünfmal auf das Corona-Virus getestet werden.

Allerdings befinden sich in dem Hotel auch einige private Appartements. Einige Besitzer dieser Eigentumswohnungen drohen nun gegen den Plan von Tennis Australia, das Hotel exklusiv zu nutzen, um die Spieler unter Quarantäne zu stellen, eine Klage einzureichen.

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Die Wohnungseigentümer, von denen einige dauerhaft in dem Hotel wohnen, sehen ein großes Gesundheitsriskio darin, mit den Tennisprofis aus der ganzen Welt unter einem Dach zu wohnen.

Sie fordern deshalb die Behörden sowie Tennis Australia auf, sich nach einer Alternative umzusehen. So solle man für die Quarantäne der Spieler kein Hotel wählen, in das Wohnungsappartements integriert sind.

Hotel-Generaldirektor weist Vorwürfe zurück

Dem Bericht zufolge hat die Regierung von Victoria dem Plan von Tennis Australia am 18. Dezember zugestimmt, doch die Wohnungsbesitzer seien demnach erst am 23. Dezember per Email informiert worden und hätten dem Plan auch nie zugestimmt. Immerhin würden auch 30 Prozent an den gemeinschaftlichen Bereichen des Hotels diesen Bewohnern gehören.

Am 31. Dezember 2020 teilten dann die Anwälte der Eigentümergesellschaft dem Generaldirektor des Hotels, Stephen Ferringo, ihre Bedenken mit und forderten einen Notfallplan in Bezug auf das Vorhaben an. Ferringo sagte jedoch gegenüber "The Sydney Morning Herald", dass die Eigentümergesellschaft über die Vereinbarung mit Tennis Australia informiert worden sei und man alle Vorkehrungen getroffen habe.

"Die Bewohner des Westin Melbourne werden keinen Kontakt mit Personal oder Gästen haben, sie werden getrennte Eingänge und Aufzüge nutzen. Ihr Stockwerk wird exklusiv bleiben, es wird auch keine Vermischung der Belüftung zwischen den Stockwerken bestehen", so der Generaldirektor.

Tennis Australia äußerte sich zu den Vorwürfen bislang noch nicht.

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